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Impuls

Mose, der Mörder

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

2. Mose

Kapitel 2, Vers 11–​15

MOSE FLIEHT NACH MIDIAN

11Mose war erwachsen geworden. Einmal ging er los, um zu sehen, wie seine israelitischen Brüder zu harter Arbeit gezwungen wurden. Dabei wurde er Zeuge, wie ein Ägypter einen Hebräer schlug, einen Mann aus seinem Volk! 12Mose sah sich nach allen Seiten um, und als er sich überzeugt hatte, dass niemand ihn beobachtete, schlug er den Ägypter tot und verscharrte ihn im Sand. 13Am nächsten Tag ging er wieder dorthin und sah zwei Hebräer miteinander streiten. »Warum schlägst du einen Mann aus deinem eigenen Volk?«, fragte Mose den, der im Unrecht war. 14Der Mann erwiderte: »Was geht dich das an? Bist du unser Aufseher oder Richter? Willst du mich jetzt auch umbringen wie gestern den Ägypter?« Mose erschrak. »Es ist also doch herausgekommen!«, dachte er. 15Als der Pharao von Moses Tat erfuhr, wollte er ihn hinrichten lassen. Doch Mose konnte fliehen und erreichte schließlich das Land Midian. Dort machte er an einem Brunnen Rast.

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Da hat Mose richtig Mist gebaut. Ich möchte an dieser Stelle nicht sagen, dass es Verständnis für diese schlimme Tat gibt. Er hat einen Mann ermordet und dann seine Leiche verscharrt. Die Motive von Mose liegen dennoch klar auf dem Tisch: Er hatte das ewige Leid seiner Leute gesehen, das ihnen durch diesen besagten Mann angetan wurde. Doch eines ist klar: Dies rechtfertigt dennoch niemals den Mord an einem Menschen!

Mose war also ein Mörder. Das machen diese Verse deutlich. Dieser Mörder war derselbe Mensch, den Gott in seiner späteren Geschichte auf große Weise gebrauchen würde. Durch ihn würde Gott das gesamte Volk der Israeliten aus eben jener Sklavengefangenschaft in Ägypten herausführen.

Mose wird im weiteren Verlauf der Bibel immer wieder als Glaubensheld dargestellt. Eine Ermutigung können wir aus den Versen für heute ziehen: Gott kann wirklich jedem Menschen vergeben. Gott kann wirklich jeden Menschen für seinen Plan einsetzen! Dafür arbeitet Gott an den Herzen der jeweiligen Personen, an unseren Herzen, um uns dann für seine Berufung zu platzieren. Egal, was auch immer du getan haben magst: Gott ist nicht am Ende mit dir. Seine Arme stehen dir offen. Und sein Plan für dich ebenso!