STAYONFIRE

Impuls

Nicht fliehen, sondern bleiben

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

Psalm

Kapitel 55, Vers 1–​12

Vom besten Freund verraten

1Von David, zum Nachdenken. Mit Saiteninstrumenten zu begleiten. 2Lass mein Gebet zu dir dringen, o Gott, und wende dich nicht ab von meinem Flehen! 3Beachte mich doch und erhöre mein Rufen! Meine Sorgen lassen mir keine Ruhe, stöhnend irre ich umher. 4Denn die Feinde pöbeln mich an und bedrängen mich von allen Seiten. Diese gottlosen Menschen wollen mir schaden, voller Hass feinden sie mich an. 5Mein Herz krampft sich zusammen, Todesangst überfällt mich. 6Furcht und Zittern haben mich erfasst, und vor Schreck bin ich wie gelähmt. 7Ach, hätte ich doch Flügel wie eine Taube, dann würde ich an einen sicheren Ort fliegen! 8Weit weg würde ich fliehen – bis in die Wüste. 9Schnell fände ich eine Zuflucht vor dem Unwetter und dem wütenden Sturm. 10Herr, verwirre die Sprache meiner Feinde, damit sie nichts Böses mehr aushecken können! Denn in der Stadt habe ich gesehen, dass Streit und rohe Gewalt überhandnehmen. 11Tag und Nacht machen sie die Runde auf den Mauern. Die Stadt ist erfüllt von Unrecht und Verderben. 12In ihren Straßen herrschen Erpressung und Betrug, und das Verbrechen scheint kein Ende zu nehmen.

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

David wollte nur noch fliehen. Er wusste nicht mehr weiter, die Leute bedrängten ihn, und er hatte sogar Todesangst ihretwegen. Und so lauteten seine Worte:

"Ach, hätte ich doch Flügel wie eine Taube, dann würde ich an einen sicheren Ort fliegen! Weit weg würde ich fliehen – bis in die Wüste. Schnell fände ich eine Zuflucht vor dem Unwetter und dem wütenden Sturm." [7-9]

Doch David widerstand seinem Fluchtinstinkt, weil er gleichzeitig wusste, dass Gott ihm helfen konnte und würde. David versteckte sich nicht vor dem, was passierte, sondern ging die Situation an – gemeinsam mit Gottes Hilfe:

"Lass mein Gebet zu dir dringen, o Gott, und wende dich nicht ab von meinem Flehen!" [2]

Wovor laufen wir davon? Wo trauen wir Gott kein Eingreifen mehr zu? Wo gehen wir unsere eigenen Wege? Wann flüchten wir, obwohl wir eigentlich wissen, dass wir bleiben sollten?

Lass diesen Impuls für heute deine Ermutigung sein, deine Sorgen konstruktiv anzugehen und dich nicht immer vor ihnen zu verstecken. Lass sie zu, geh sie an – und das, wenn nötig, mit professioneller Unterstützung wie Seelsorge und/oder Therapie. Vertraue Gott erneut. Sei nicht enttäuscht, sondern handle und laufe nicht vor dir selbst davon. Gott ist für dich!