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Impuls

Nur der nächste Schritt

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Apostelgeschichte

Kapitel 10, Vers 1–​8

Der römische Hauptmann Kornelius

1In Cäsarea lebte damals ein römischer Hauptmann, der Kornelius hieß und im Italischen Regiment diente. 2Er war ein Mann, der den Gott Israels ehrte und sich mit allen, die in seinem Haus lebten, zu ihm bekannte. Er tat viel für die Armen und betete treu zu Gott. 3Dieser Mann hatte eines Tages gegen drei Uhr nachmittags eine Vision. Er sah deutlich, wie ein Engel Gottes bei ihm eintrat. »Kornelius!«, rief der Engel. 4Erschrocken sah Kornelius auf und fragte: »Was willst du, Herr?« Da antwortete ihm der Engel: »Gott hat deine Gebete gehört und weiß, wie viel Gutes du den Armen tust. 5Deshalb schick ein paar Leute nach Joppe. Sie sollen sich dort nach einem Simon Petrus erkundigen und ihn bitten, zu dir zu kommen. 6Er wohnt gerade bei dem Gerber Simon, dessen Haus am Meer liegt.« 7Gleich nachdem der Engel gegangen war, rief Kornelius zwei seiner Diener zu sich, außerdem einen Soldaten, der wie Kornelius dem jüdischen Glauben nahestand und zu seinem persönlichen Schutz eingesetzt war. 8Ihnen erzählte er alles, was er eben erlebt hatte, und sandte sie nach Joppe.

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Kornelius war zwar im Römischen Reich aufgewachsen und hatte in diesem eine hohe Position erreicht. Dennoch war er kein Anhänger der römischen Götter, sondern er folgte dem Gott Israels. Eine Besonderheit zur damaligen Zeit. Kornelius erlebte, wie Gott ihn einsetzte und ihn erhörte. Und das auf ganz besondere Weise, wie wir heute und in den kommenden Tagen lesen werden.

Kornelius hatte nicht darum gebeten, dass er zu Petrus, dem Jünger Jesu, geschickt werden würde. Das bedeutet: Gott antwortete nicht konkret auf ein Anliegen von Kornelius. Nein, Gott sprach zu Kornelius, schickte ihm dafür sogar einen Engel und zeigte ihm einfach den nächsten Schritt. Der Engel sprach:

"Gott hat deine Gebete gehört und weiß, wie viel Gutes du den Armen tust. Deshalb schick ein paar Leute nach Joppe. Sie sollen sich dort nach einem Simon Petrus erkundigen und ihn bitten, zu dir zu kommen." [4-5]

Was sollte sich Kornelius dabei denken? Wieso sollte er gerade Petrus aufsuchen? Auf den ersten Blick ergab dieser Auftrag Gottes an Kornelius scheinbar keinen Sinn. Und das tat er wahrscheinlich auch nicht für Kornelius selbst. Doch Kornelius vertraute Gott und folgte seinem Auftrag …

Wie oft ergeht es uns so? Wir beten, doch scheinbar passiert nichts … Könnte es nicht sein, dass Gott zu uns spricht, uns kleine nächste Schritte zeigt, aber wir nicht richtig hinsehen?