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Impuls

Paulus kämpft

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Berufung

Galater

Kapitel 4, Vers 8–​20

PAULUS SORGT SICH UM SEINE GEMEINDEN

8Als ihr von Gott noch nichts wusstet, habt ihr sogenannten Göttern gedient, die in Wirklichkeit gar keine sind. 9Nachdem ihr nun aber Gott kennt und liebt – genauer gesagt, nachdem Gott euch kennt und liebt –, wie ist es da möglich, dass ihr euch diesen armseligen und kümmerlichen Zwängen wieder beugt und unterwerft? 10Oder warum sonst legt ihr so großen Wert auf die Einhaltung bestimmter Tage, Monate, Feste und Jahre? 11Ich mache mir Sorgen um euch! Ist denn meine ganze Arbeit bei euch vergeblich gewesen? 12Liebe Brüder und Schwestern, ich bitte euch: Folgt meinem Beispiel und lasst euch nicht unter das Gesetz zwingen. Denn auch ich habe mich nach euch gerichtet, und ihr habt mich bisher noch nie gekränkt. 13Ihr erinnert euch sicherlich daran, als ich das erste Mal bei euch war und euch die rettende Botschaft verkündete. Damals war ich krank, 14und obwohl meine Krankheit eine Bewährungsprobe für euren Glauben war, habt ihr mich weder verachtet noch abgewiesen. Im Gegenteil, ihr habt mich wie einen Engel Gottes aufgenommen, ja, wie Jesus Christus selbst. 15Wie glücklich und dankbar wart ihr doch damals! Und heute? Ich bin sicher, zu der Zeit hättet ihr sogar eure Augen für mich hergegeben. 16Bin ich jetzt euer Feind geworden, weil ich euch die volle Wahrheit sage? 17Diese Leute, die euch zurzeit so umschmeicheln, meinen es nicht ehrlich mit euch. Sie wollen nur erreichen, dass ihr euch von mir abwendet und ihnen nacheifert. 18Nun hätte ich gar nichts dagegen, wenn es auch andere gäbe, die sich für euch einsetzen. Es soll aber in guter Absicht geschehen – und zwar immer, und nicht nur, wenn ich bei euch bin. 19Euretwegen, meine lieben Kinder, leide ich noch einmal alle Schmerzen und Ängste, wie sie eine Mutter bei der Geburt ihres Kindes auszustehen hat – so lange, bis Christus in eurem Leben Gestalt gewonnen hat. 20Könnte ich doch nur bei euch sein und mit meinen Worten euer Herz erreichen! Ich weiß wirklich nicht, was ich noch mit euch machen soll!

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Es ist offensichtlich. Paulus kämpft um die Galater. Vielmehr noch: Es plagen ihn Kummer und Sorge: "Euretwegen, meine lieben Kinder, leide ich noch einmal alle Schmerzen und Ängste […], bis Christus in eurem Leben Gestalt gewonnen hat." (V. 19) Doch wo liegt das Problem? Nun, einflussreiche Leute versuchen, die Gemeinde in Galatien zurück zum Gesetz und somit weg von Christus zu locken. "Diese Leute, die euch zurzeit so umschmeicheln, meinen es nicht ehrlich mit euch", schreibt Paulus. (V. 17) Er versucht, sie zu überzeugen, zu erinnern, ja, für sie zu kämpfen: "Ich bitte euch: Folgt meinem Beispiel und lasst euch nicht unter das Gesetz zwingen." (V. 12) Die Galater sitzen dabei zwischen den Stühlen. Hin und her gerissen, wem sollten sie Glauben schenken?

Für mich sind besonders zwei Aspekte in diesem Abschnitt sehr wertvoll:

  1. Trage ich noch die gleiche Leidenschaft für das Evangelium in meinem Herzen, wie Paulus es tat, oder bin ich an vielen Stellen lauwarm bzw. gleichgültig geworden? Ist es mir egal, wie das Evangelium verkündet wird, oder kämpfe ich noch für die Wahrheit?
  2. Für welche Seite entscheide ich mich, wenn zwei Parteien um meine Zustimmung kämpfen? Paulus empfiehlt, zuerst auf die Wahrheit und Ehrlichkeit zu schauen. (V. 16-17) Genau das möchte ich auch tun. Schöne Worte können blenden. Integrität, Ehrlichkeit und Treue bauen Vertrauen.