Daniel
Kapitel 6, Vers 11–19
Daniel wird verhaftet
11Als Daniel davon erfuhr, ging er in sein Haus. Das obere Stockwerk hatte Fenster in Richtung Jerusalem, die offen standen. Hier kniete er nieder, betete zu seinem Gott und dankte ihm, wie er es auch sonst dreimal am Tag tat. 12Plötzlich stürmten seine Feinde herein und ertappten ihn dabei, wie er Gott anflehte. 13Sofort gingen sie zum König und fragten: »Hast du nicht ausdrücklich befohlen, jeden den Löwen zum Fraß vorzuwerfen, der in den kommenden dreißig Tagen eine Bitte an irgendeinen Gott oder Menschen richtet außer an dich, o König?« »Ja«, antwortete Darius, »und nach dem Gesetz der Meder und Perser kann keiner diesen Erlass widerrufen.« 14Da erzählten sie: »Daniel, einer der Verbannten aus Juda, macht sich überhaupt nichts aus deinem Verbot. Er setzt sich darüber hinweg, obwohl du selbst es erlassen hast! Dreimal am Tag betet er zu seinem Gott!« 15Als der König das hörte, war er bestürzt. Den ganzen Tag dachte er darüber nach, wie er Daniel retten könnte, aber bis zum Sonnenuntergang hatte er immer noch keine Lösung gefunden. 16Da kamen die Männer wieder zum König gelaufen und erinnerten ihn noch einmal daran, dass nach dem Gesetz der Meder und Perser kein königlicher Erlass abgeändert werden dürfe. 17Darius befahl schließlich, Daniel zu verhaften und in die Löwengrube zu werfen. Er sagte zu Daniel: »Dein Gott, dem du so treu dienst, möge dich retten!« 18Dann wurde ein Stein auf die Öffnung der Grube gewälzt. Der König versiegelte ihn mit seinem Siegelring, und die führenden Männer taten dasselbe, damit niemand mehr Daniel herausholen konnte. 19Danach zog sich Darius in seinen Palast zurück. Er fastete die ganze Nacht, verzichtete auf jede Unterhaltung und konnte nicht schlafen.
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Weitere Infos →Von nun an war es also strafbar, Gott anzubeten. Stell dir einmal vor, du wärst in genau dieser Situation. Ganz schön herausfordernd, oder?
Wie ging Daniel nun mit dieser Situation um? Konnte er dem Druck standhalten oder würde er einknicken?
"Daniel wusste, dass dieses Gesetz vom König erlassen worden war. Er ging in das obere Stockwerk seines Hauses, wo er die Fenster, die nach Jerusalem zeigten, immer geöffnet hielt. Trotz des Verbotes kniete er sich nieder, dankte und lobte Gott und flehte ihn an, wie er es auch sonst dreimal täglich machte." [11]
Daniel hielt dem Druck stand! Für ihn war das möglich, weil er voll von Gott war. Er hatte es sich im Leben zur Gewohnheit gemacht, täglich die Gegenwart Gottes durch Gebet zu suchen. Das machte sein Glaubensleben so stark, dass er in dieser heißen Entscheidungszeit immer noch die richtige Priorität hatte: Gott.
Hast du regelmäßige Gewohnheiten, um die Nähe Gottes zu suchen?
Wenn man eine leere Cola-Dose zerdrückt, geht das super easy. Doch eine volle Cola-Dose hält dem Druck stand. So ist es auch mit unserem Glaubensleben. Wenn wir täglich Gott suchen und uns mit ihm füllen, schaffen wir es auch unter Druck, standhaft zu bleiben. So wie Daniel damals.