STAYONFIRE

Impuls

Starker Tobak

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Judas

Kapitel 1, Vers 8–​16

KEINE FALSCHEN BEGIERDEN

8Genauso lassen sich in euren Gemeinden Leute von falschen Visionen leiten und vergehen sich am eigenen Körper. Sie leugnen Gott als ihren Herrn und Richter und lästern alle höheren Mächte. 9Das wagte nicht einmal Michael, und er ist doch ein Fürst der Engel. Als der Teufel ihm Moses Leichnam streitig machen wollte, sagte er nur: »Der Herr soll dich bestrafen!« Er beschimpfte und verurteilte den Teufel nicht. 10Diese Leute aber spotten über Dinge, die sie überhaupt nicht verstehen. Ohne jede Vernunft wie die Tiere, folgen sie nur ihren Trieben. Damit richten sie sich selbst zugrunde. 11Wehe ihnen! Sie folgen dem Beispiel von Kain, der seinen Bruder umbrachte. Wie Bileam haben sie sich für verkehrte Wege entschieden, weil sie sich davon Gewinn erhofften. Und wie Korach gehen sie an ihrer Aufsässigkeit zugrunde. 12Wenn ihr euch zu euren gemeinsamen Mahlzeiten versammelt, feiern sie unverfroren mit und haben dabei nur sich selbst und ihr Wohl im Blick. Ein Schandfleck sind sie für eure Gemeinde! Sie sind wie Wolken, die vom Sturm vertrieben werden, ohne dass sie den ersehnten Regen bringen, wie verdorrte Bäume, auf denen man zur Erntezeit die Früchte vergeblich sucht. Sie sind vollkommen tot und entwurzelt. 13Sie sind wie die wilden Meereswogen, die ihren Schmutz und Unrat ans Ufer werfen. Sie gleichen Sternen, die aus der Bahn geraten sind, und werden in der ewigen Finsternis versinken. 14Henoch, der in der siebten Generation nach Adam lebte, kündigte diesen Leuten schon damals ihr Urteil an, als er voraussagte: »Seht, der Herr kommt mit vielen tausend heiligen Engeln, 15um über alle Menschen Gericht zu halten. Alle, die von Gott nichts wissen wollen und sich gegen ihn auflehnen, wird er dann verurteilen. Ja, sie bekommen ihre Strafe für ihr gottloses Treiben und all die anmaßenden Worte über ihn.« 16Diese Leute sind ständig unzufrieden und beklagen voller Selbstmitleid ihr Schicksal. Sie lassen sich von ihren Begierden antreiben, schwingen einerseits große Reden und kriechen andererseits vor den Leuten, wenn sie nur irgendeinen Vorteil davon haben.

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Und da haben wir sie mal wieder: Worte der Bibel, die man am liebsten einfach überspringen würde, weil sie so gar nicht zu einer ermutigenden und entspannenden Andacht am Morgen passen. Da bleibt einem ja fast der Schluck Kaffee im Hals stecken, wenn man diese drohenden Bibelverse liest.

Wichtig ist es einerseits, bei diesen Versen zu bedenken, dass sich die harten Worte explizit an Leute aus den adressierten damaligen Gemeinden wenden! (Vgl. V. 8) Der Kontext ist bei jeder Bibelstelle zu bedenken. Also sind diese richtenden Worte nicht eins zu eins auf diejenige Gemeinde anzuwenden, in die du gehst. Und auch nicht eins zu eins auf dein eigenes Leben! Es ging um eine individuelle Situation vor fast 2.000 Jahren, um ganz bestimmte Menschen mit ihren Lehren zu einer ganz bestimmten Zeit.

Und dennoch haben es diese Verse in die Bibel geschafft. Das bedeutet: Ja, diese Worte haben nach wie vor eine Relevanz für unser christliches Leben heute. Wir dürfen gewarnt sein, dass Irrlehren – also Lehren, die nicht Gottes Wort entsprechen – ihre Folgen tragen. Als Gottes erlöstes und geliebtes Kind bin ich aber trotz all meiner Sünden errettet! Es ist nicht auszuschließen, dass diese bestimmten Menschen gar nicht an Jesus Christus als ihren Herrn und Retter glaubten und deshalb auch nicht seine Kinder waren (vgl. dazu V. 4). Deshalb führten ihre Sünden zum ewigen Tod, wie Judas hier ankündigt.