Apostelgeschichte
Kapitel 12, Vers 20–25
Das Ende von Herodes
20In dieser Zeit waren die Städte Tyrus und Sidon bei Herodes in Ungnade gefallen. Um den König zum Frieden zu bewegen, schickten die Städte eine Abordnung zu ihm. Dieser Abordnung gelang es, Blastus, den königlichen Palastverwalter, für sich zu gewinnen. So hofften sie, zu einer Einigung zu gelangen, denn sie waren auf die Lieferung von Lebensmitteln aus dem Herrschaftsbereich von Herodes angewiesen. 21An dem Tag, als die Beilegung des Streits öffentlich verkündet werden sollte, zog Herodes sein königliches Prachtgewand an und hielt von seinem Thron aus eine Ansprache. 22Begeistert jubelte ihm das Volk zu: »So spricht nur ein Gott und kein Mensch!« 23Im selben Augenblick strafte ein Engel des Herrn den König, weil er sich als Gott verehren ließ, anstatt dem wahren Gott die Ehre zu erweisen. Er wurde von Würmern zerfressen und starb unter Qualen. 24Gottes Botschaft aber breitete sich immer stärker aus, und immer mehr Menschen schenkten ihr Glauben.
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Weitere Infos →Das zwölfte Kapitel der Apostelgeschichte gleicht einer Netflix-Serie und ist an Spannung kaum zu übertreffen. Die Urgemeinde stand kurz davor, ihren wichtigsten Leiter zu verlieren. Jakobus war bereits enthauptet worden und auch Petrus' Prozess stand kurz bevor. Durch einen wahren Gebetskampf befreite Gott Petrus auf wundersame Weise aus dem Gefängnis. Doch der politisch größte Widersacher der Gemeinde trieb weiter sein Übel: König Herodes Agrippa I.
Neben seiner Hetze gegen die Christen hatte König Herodes einige politische Spannungen zu klären. Unter anderem mit den Hafenstädten Tyrus und Sidon. In einer prachtvollen Ansprache vor dem Volk ließ er sich als Gott feiern. Eine außerbiblische Quelle (Flavius Josephus) berichtet die Begebenheit wie folgt:
"Der König machte ihnen (dass sie ihn als Gott verehrten) daraus keinen Vorwurf und wies diese gottlose Schmeichelei nicht zurück. Als er aber wenig später aufblickte, sah er einen Uhu über seinem Haupte auf einem Seile sitzen [...] und sogleich befiel ihn ein heftiger Schmerz im Unterleib, der sofort mit großer Heftigkeit einsetzte. [...] Nachdem er so noch fünf Tage lang von unaufhörlichen Leibschmerzen gepeinigt worden war, schied er aus dem Leben." ["Jüdische Altertümer" (Antiquitates Judaicae), Buch 19, Kapitel 8, Abschnitt 2]
Direkt im Anschluss lesen wir in der Apostelgeschichte:
"Gottes Botschaft aber breitete sich immer stärker aus, und immer mehr Menschen schenkten ihr Glauben." [24]
Gott ist unaufhaltsam.