Jakobus
Kapitel 1, Vers 19–27
ECHTE UND FALSCHE FRÖMMIGKEIT
19Denkt daran, liebe Brüder und Schwestern: Seid sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt genau, bevor ihr selbst redet. Und hütet euch vor unbeherrschtem Zorn! 20Denn im Zorn tun wir niemals, was Gott gefällt. 21Deshalb trennt euch von aller Schuld und allem Bösen. Nehmt vielmehr bereitwillig Gottes Botschaft an, die er wie ein Samenkorn in euch gelegt hat. Sie hat die Kraft, euch zu retten. 22Allerdings genügt es nicht, seine Botschaft nur anzuhören; ihr müsst auch danach handeln. Alles andere ist Selbstbetrug! 23Wer Gottes Botschaft nur hört, sie aber nicht in die Tat umsetzt, dem geht es wie einem Mann, der in den Spiegel schaut. 24Er betrachtet sich, geht wieder weg und hat auch schon vergessen, wie er aussieht. 25Ganz anders ist es dagegen mit dem, der nicht nur hört und es dann wieder vergisst, sondern auch danach handelt. Er beschäftigt sich gründlich mit Gottes vollkommenem Gesetz, das uns durch Christus gegeben ist und uns frei macht. Er kann sich glücklich schätzen, denn Gott wird alles segnen, was er tut. 26Wer sich für fromm hält, aber seine Zunge nicht zügeln kann, der macht sich selbst etwas vor. Seine Frömmigkeit ist nichts wert. 27Witwen und Waisen in ihrer Not zu helfen und sich vom gottlosen Treiben dieser Welt nicht verführen zu lassen – das ist wirkliche Frömmigkeit, mit der man Gott, dem Vater, dient.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Als Christen ist es nicht unsere Aufgabe, scheinheilig fromm zu sein. Wir sollen nicht mit unseren supertollen Taten glänzen und meinen, besondere Anerkennung für unsere Frömmigkeit bekommen zu müssen. Weder von Gott noch von den Menschen. Wie oft aber verlieren wir uns darin, irgendwie immer "frommer" und "biblischer" sein zu wollen, um am Ende anderen Menschen zu zeigen, wie toll wir doch seien oder was für eine tolle Beziehung wir zu Jesus Christus haben? Ich weiß: Harte Fragen. Und Fragen, die eben tief gehen. Jedoch dürfen wir sie uns stellen, weil Gott uns doch eine so viel bessere Alternative bietet: Bereitwillig Gottes rettende Botschaft – das Evangelium – annehmen und daraufhin gemeinsam mit Gottes Heiligem Geist alles Gute wie ein Samenkorn heranwachsen zu lassen (vgl. V. 21). Das bedeutet: Teamwork mit Gott. Daraus entsteht ein echter Lebensstil, der von Gott selbst geheiligt ist.
Dieser heilige "Lifestyle" (in der Bibel steht Frömmigkeit dafür) ist nicht dafür da, um Menschen zu beeindrucken. Er ist dafür da, um Gott die Ehre zu geben. Und das kann dich gleichzeitig auch auf eine gewisse Art und Weise entspannen: Du kannst es Menschen nicht immer recht machen, doch Gott musst du es gar nicht mehr recht machen. Du bist sein geliebtes Kind! Und zugleich darfst du heiliger werden, weil es gut für dich selbst, deine Mitmenschen und eben auch Gott ist.