STAYONFIRE

Impuls

Von Erinnerungspfeilern

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

Esther

Kapitel 9, Vers 20–​32

Das Purimfest wird eingeführt

20Mordechai schrieb auf, was damals geschehen war, und schickte einen Brief an alle Juden bis in die entferntesten Provinzen des persischen Reiches. 21Darin bestimmte er, dass sie Jahr für Jahr den 14. und 15. Tag des 12. Monats, des Monats Adar, feiern sollten. 22Denn an diesen Tagen hatten sie sich von ihren Feinden befreit, ihr Leid hatte sich in Freude verwandelt und ihre Trauer in Jubel. Am 14. und 15. Tag des Monats sollten die Juden zu fröhlichen Festessen zusammenkommen, sich gegenseitig beschenken und auch die Armen dabei nicht vergessen. 23So wie Mordechai es angeordnet hatte, wurden die beiden Feiertage bei den Juden zum festen Brauch. 24 Man nannte sie auch das »Purimfest«. Denn als Haman, der Todfeind der Juden, sie alle töten wollte, ließ er das Los, das sogenannte »Pur«, werfen, 25 um den günstigsten Zeitpunkt für seinen Plan herauszufinden. 26 Als Xerxes davon erfuhr, befahl er in einem Schreiben, Haman solle dasselbe Schicksal erleiden, das er den Juden gewünscht hatte. Er und seine Söhne wurden gehängt. Weil die Juden dies alles selbst miterlebt oder davon gehört hatten und weil Mordechai es in seinem Brief so anordnete, 27verpflichteten sie sich, jedes Jahr zur selben Zeit diese beiden Tage genau nach den Vorschriften zu feiern. Dieser Brauch sollte auch für ihre Nachkommen und für alle Nichtjuden gelten, die zum Judentum übertreten würden. 28Was damals geschehen war, durfte nie in Vergessenheit geraten. In jeder Generation sollten die jüdischen Familien das Purimfest feiern, ganz gleich, in welcher Stadt und Provinz sie wohnten. Der Brauch sollte auch in ferner Zukunft nie untergehen. 29Königin Esther, die Tochter von Abihajil, und der Jude Mordechai verfassten noch ein zweites Schreiben über das Purimfest. Es enthielt genaue Anweisungen für die Durchführung der Feier 30und wurde an alle Juden in den 127 Provinzen des persischen Reiches gesandt. Esther und Mordechai wünschten ihnen Frieden und erklärten, dass sie sich stets für sie einsetzen würden. 31Sie wiesen die Juden noch einmal darauf hin, dass sie und ihre Nachkommen das Fest so feiern sollten, wie es vorgeschrieben war. Der Feier musste eine Zeit des Fastens und Klagens vorangehen. 32Mit ihrem Erlass führte Esther das Purimfest und seine Vorschriften für alle Juden verbindlich ein; er wurde schriftlich festgehalten.

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Das Wunder war geschehen! Die Juden sollten nie vergessen, wie sehr Gott sie durch die Königin Esther vor dem sicheren Tod bewahrt hatte.

"Denn an diesen Tagen hatten sie sich von ihren Feinden befreit, ihr Leid hatte sich in Freude verwandelt und ihre Trauer in Jubel." [22]

Das "Purimfest" wird bei den Juden tatsächlich bis heute gefeiert. So, wie es damals eingeführt wurde und erwünscht wurde, ist es tatsächlich passiert: Die Juden erinnern sich immer noch am Purimfest daran, wie Gott gewirkt hat. Eine starke Ermutigung für ihren Glauben an Gott bis in die heutige Zeit hinein.

Solche Erinnerungsfeste helfen uns dabei, die Güte Gottes in unserem Leben wirklich zu sehen, ja sie festzuhalten. Als Christen kennen wir ebenfalls solche Feste: Weihnachten und Ostern sind hier wohl die bekanntesten. Oder ist nicht auch jeder Gottesdienst, den wir an einem Sonntag feiern, eine lebendige Erinnerung daran, wie gut Gott ist?

Gott kennt das menschliche Herz. Er weiß, dass wir manchmal vergessen, dass wir ihm vertrauen können. Wie gut, sich bewusst Erinnerungspfeiler im Leben zu setzen, die uns an Gott und seine Gnade für uns erinnern. Vielleicht könntest du ja auch jedes Jahr, wenn sich zum Beispiel das Datum deiner Taufe jährt, eine kleine Erinnerung daran feiern? Beispielsweise mit einem guten Essen oder dadurch, etwas aufzuschreiben.