Markus
Kapitel 13, Vers 9–20
DIE VERFOLGUNG DER CHRISTEN
9»Macht euch darauf gefasst, dass man euch vor die Gerichte zerren und in den Synagogen auspeitschen wird. Nur weil ihr zu mir gehört, werdet ihr vor Machthabern und Königen verhört werden. Dort werdet ihr meine Botschaft bezeugen. 10Das muss so geschehen, denn alle Völker sollen die rettende Botschaft hören, bevor das Ende kommt. 11Wenn sie euch verhaften und vor Gericht bringen, dann sorgt euch nicht im Voraus darum, was ihr aussagen sollt! Denn zur rechten Zeit wird Gott euch das rechte Wort geben. Nicht ihr werdet es sein, die Rede und Antwort stehen, sondern der Heilige Geist wird durch euch sprechen. 12In dieser Zeit werden Geschwister einander dem Henker ausliefern und Väter ihre eigenen Kinder hinrichten lassen. Und auch Kinder werden gegen ihre Eltern vorgehen und sie in den Tod schicken. 13Alle Welt wird euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt. Aber wer bis zum Ende standhält, der wird gerettet. 14Die Heilige Schrift redet von einem ›abscheulichen Götzendienst‹. – Überlegt doch, was die Worte bedeuten, die ihr dort lest! – Wenn dieser Götzendienst vor euren Augen im Tempel eingeführt wird, wo es ihn niemals geben dürfte, dann sollen alle Bewohner Judäas ins Gebirge fliehen. 15Wer sich gerade auf dem Dach seines Hauses aufhält, soll nicht erst im Haus etwas für die Flucht packen. 16Wer auf dem Feld arbeitet, soll nicht erst nach Hause laufen, um seinen Mantel zu holen. 17Besonders hart trifft es in jener Zeit schwangere Frauen und Mütter, die gerade ein Kind stillen. 18Betet darum, dass ihr nicht im Winter fliehen müsst! 19Denn es wird eine Zeit der Not kommen, wie sie die Welt seit der Schöpfung nicht erlebt hat und wie sie auch nie wieder eintreten wird. 20Wenn der Herr diese Leidenszeit nicht verkürzen würde, könnte niemand gerettet werden! Aber seinen Auserwählten zuliebe hat er diese Zeit begrenzt.«
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Weitere Infos →Jesus bereitet seine Jünger auf das vor, was kommen wird. Er nimmt ihnen die Illusion einer einfachen Zukunft. Doch schenkt er ihnen zugleich Hoffnung. Er verspricht ihnen einen Beistand: "[...] der Heilige Geist wird durch euch sprechen", wenn die Jünger vor Gericht stehen und sich verteidigen müssen (V. 11). Zudem macht er den Jüngern Mut, kompromisslos durchzuhalten: "Aber wer bis zum Ende standhält, der wird gerettet." (V. 13) Wenn man sich dabei überlegt, dass tatsächlich ein Großteil der Jünger als Märtyrer für seinen Glauben starb, wird man schnell demütig.
Pearl Sydenstricker Buck sagte einmal: "Besser eine bittere Wahrheit als eine süße Illusion." Und darf ich ehrlich zu dir sein? Ich finde es schwierig, wenn mir das Evangelium (ausschließlich) als möglicher Weg zu einem tollen Leben verkündet wird. Menschen sagen: "Ach, weißt du was? Mein Leben ist auch so ganz schön." Und dabei verstehen sie die lebensverändernde Wahrheit nicht, dass sie Jesus brauchen. Zudem denken sie, dass ein Leben mit Jesus "nur leicht" wäre. Doch die Wahrheit ist, dass, wenn du deinen Glauben ernsthaft lebst, du früher oder später mehr oder weniger Widerstand erleben wirst. Und das ist okay. Wir kämpfen für unseren Glauben. Wie die Jünger es taten. Und gleichzeitig können wir Gott für die Freiheit nur danken, die wir in unserem Land erleben dürfen.