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Impuls

Wer denn überhaupt?!

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

Lukas

Kapitel 18, Vers 18–​30

DIE REICHEN UND DAS REICH GOTTES

18Jesus wurde von einem angesehenen Mann gefragt: »Guter Lehrer, was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?« 19Jesus entgegnete: »Weshalb nennst du mich gut? Es gibt nur einen, der gut ist, und das ist Gott. 20Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht stehlen! Sag nichts Unwahres über deinen Mitmenschen! Ehre deinen Vater und deine Mutter!« 21Der Mann antwortete: »An all das habe ich mich von Jugend an gehalten.« 22Als Jesus das hörte, erwiderte er: »Etwas fehlt dir noch. Verkaufe alles, was du hast, und verteil das Geld an die Armen. Damit wirst du im Himmel einen Reichtum gewinnen, der niemals verloren geht. Und dann komm und folge mir nach!« 23Als der Mann das hörte, wurde er sehr traurig, denn er war überaus reich. 24Jesus merkte es und sagte: »Wie schwer ist es doch für Menschen, die viel besitzen, in Gottes Reich zu kommen! 25Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in Gottes Reich kommt.« 26»Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«, fragten ihn seine Zuhörer. 27Er antwortete: »Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich.« 28Jetzt fragte Petrus: »Aber wie ist es nun mit uns? Wir haben doch unseren Besitz aufgegeben und sind mit dir gegangen.« 29Jesus sagte zu seinen Jüngern gewandt: »Ich versichere euch: Jeder, der sein Haus, seine Frau, seine Geschwister, seine Eltern oder seine Kinder zurücklässt, um sich für Gottes Reich einzusetzen, 30der bekommt es hier auf dieser Erde vielfach wieder, und dann in der zukünftigen Welt das ewige Leben.«

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"Wer kann dann überhaupt gerettet werden?" (V. 26) Diese provokante Frage gibt wieder, worum es in dem Text für heute geht. Ja, sie hallt auch in unseren Herzen nach: Wenn Gott doch so hohe Ansprüche stellt, seinen ganzen, hart erarbeiteten Besitz zu verkaufen und das Geld den Armen zu geben, um dann eines Tages in den Himmel zu kommen ... wie soll das der normale Mensch wagen?

Ich glaube, dass genau diese Erkenntnis über die eigenen menschlichen Grenzen das ist, was Jesus durch seine Worte bei dir und mir bezwecken will. Jesus macht eindrucksvoll deutlich: Du wirst es nie schaffen. Du bist aus dir heraus immer zu schlecht, zu egoistisch, zu ängstlich, als dass du für den perfekten Gott und sein ewiges Reich genügen könntest. Wir Menschen selbst können aus uns heraus Gott niemals genug vertrauen, als dass wir uns so bedingungslos abhängig von ihm machen könnten, wie er es aber von uns erwarten würde.

Aber: Jesus. Er ist die Lösung. Er ist die Antwort. Dank ihm kommen du und ich trotz all unserer Versagen Gott gegenüber ins ewige Reich Gottes. Nicht unsere Perfektion, es reicht Jesu Perfektion (vgl. Johannes 3:16). Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung, durch die Annahme dieses Geschenks im Glauben sind du und ich gerecht gesprochen vor Gott. Und so kommen wir in sein ewiges Reich. Trotz unserer Fehlerhaftigkeit.