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Impuls

Wir sind die Fremdbürger

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

1. Petrus

Kapitel 1, Vers 1–​2

ANSCHRIFT UND GRUß

1Diesen Brief schreibt Petrus, ein Apostel von Jesus Christus, an alle Menschen, die Gott auserwählt hat und die als Fremde überall in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asia und Bithynien mitten unter Menschen leben, die nicht an Christus glauben. 2Ihr gehört zu Gott, unserem Vater. Dazu hat er euch von Anfang an vorherbestimmt. Ja, durch den Heiligen Geist seid ihr sein Eigentum geworden – Menschen, die Jesus Christus gehorchen und durch sein Blut von aller Schuld befreit werden. Ich wünsche euch, dass Gottes Gnade und sein Friede euch immer mehr erfüllen.

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Heute starten wir in unserer App mit einem weiteren Buch der Bibel: dem ersten Petrusbrief. Persönlich finde ich diesen Brief sehr spannend, denn er enthält viele kraftvolle Aussagen, die dich in deinem Leben ansprechen, herausfordern und ermutigen werden. Verfasst wurde er von dem bekannten Jünger Petrus, der einige Jahre direkt an der Seite Jesu erlebte und bei vielen seiner Wunder (und eigentlich bei so gut wie allen Ereignissen mit Jesus) live dabei war.

Direkt in der Begrüßung, die Petrus in diesen ersten beiden Versen seines Briefes schreibt, finden wir eine interessante Formulierung: "Diesen Brief schreibt Petrus, ein Apostel von Jesus Christus, an alle Menschen, die Gott auserwählt hat und die als Fremde [...] mitten unter Menschen leben, die nicht an Christus glauben." (V. 1) Wenn du und ich an Christus glauben und unter Menschen leben, die nicht an ihn glauben, dann sind wir Fremde. Und genau das tun wir doch, mitten in unserer westlichen Kultur im Jahr 2020.

Doch fühlen wir uns immer als Fremde? Hoffentlich nicht. Hoffentlich erleben wir Gemeinschaft, Freude und Leid mit Menschen, die sich nicht als Christen bezeichnen! Hoffentlich leben wir nicht in unserer "christlichen Blase", sondern nehmen den Auftrag und den Lebensstil Jesu ernst und lieben unsere Nächsten. Unsere Nachbarn, Arbeitskollegen, Mitschüler, Kommilitonen, Mitmenschen. Aber kennen wir es als Nachfolger Jesu nicht doch alle, dass wir uns mit unseren Ansichten als Fremde fühlen? Dass unser tiefes Vertrauen in Gottes Güte und Wirken nicht dem Zeitgeist entspricht? Dann dürfen wir uns von diesen Worten des Apostels Petrus ermutigt fühlen. Denn dieses Fremdheitsgefühl ist natürlich und normal. Ein Herz, welches von Gottes Wahrheit geflutet und verändert wurde, wird sich in einer Welt, die nichts von Gott wissen will, zwangsläufig fremd fühlen. Und dennoch leben wir hier, wirken wir hier. Gott hat uns in diese Welt gesetzt, denn er weiß: Aus seiner Kraft heraus schaffen wir den Spagat zwischen Gott und der Welt. Aus seiner Kraft heraus dürfen wir bereits als "Himmelsbürger" in dieser irdischen Welt leben.