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Impuls

Wissen Rettet Uns Nicht

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Identität

1. Korinther

Kapitel 1, Vers 18–​31

MENSCHLICHE WEISHEIT

18Dass Jesus Christus am Kreuz für uns starb, muss freilich all denen, die verloren gehen, unsinnig erscheinen. Wir aber, die gerettet werden, erfahren gerade durch diese Botschaft Gottes Macht. 19Denn Gott spricht in der Heiligen Schrift: »Ich werde die Weisheit der Weisen zunichtemachen, all ihre Klugheit will ich verwerfen.« 20Was aber haben sie dann noch zu sagen, all die gebildeten Leute dieser Welt, die Kenner der heiligen Schriften und die Philosophen? Hat Gott ihre Weisheiten nicht als Unsinn entlarvt? 21Denn Gott in seiner Weisheit hat es den Menschen unmöglich gemacht, mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott zu erkennen. Stattdessen beschloss er, alle zu retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben. 22Die Juden wollen Wunder sehen, und die Griechen suchen nach Weisheit. 23Wir aber verkünden den Menschen, dass Christus, der von Gott erwählte Retter, am Kreuz sterben musste. Für die Juden ist diese Botschaft eine Gotteslästerung und für die Griechen blanker Unsinn. 24Und dennoch erfahren alle, die von Gott berufen sind – Juden wie Griechen –, gerade in diesem gekreuzigten Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25Was Gott getan hat, übersteigt alle menschliche Weisheit, auch wenn es unsinnig erscheint; und was bei ihm wie Schwäche aussieht, übertrifft alle menschliche Stärke. 26Schaut euch doch selbst an, liebe Brüder und Schwestern! Sind unter euch, die Gott berufen hat, wirklich viele, die man als gebildet und einflussreich bezeichnen könnte oder die aus einer vornehmen Familie stammen? 27Nein, denn Gott hat sich die aus menschlicher Sicht Törichten ausgesucht, um so die Klugen zu beschämen. Gott nahm sich der Schwachen dieser Welt an, um die Starken zu demütigen. 28Wer von Menschen geringschätzig behandelt, ja verachtet wird, wer bei ihnen nichts zählt, den will Gott für sich haben. Dadurch erklärt er für null und nichtig, worauf Menschen so großen Wert legen. 29Vor Gott soll sich niemand etwas einbilden können. 30Das gilt auch für euch. Dass ihr mit Jesus Christus verbunden seid, verdankt ihr allein Gott. Und mit ihm hat er euch alles geschenkt: Christus ist Gottes Weisheit für uns. Durch ihn haben wir Anerkennung vor Gott gefunden, durch ihn gehören wir zu Gottes heiligem Volk, und durch ihn sind wir auch von unserer Schuld befreit. 31So trifft nun zu, was die Heilige Schrift sagt: »Wenn jemand auf etwas stolz sein will, soll er auf das stolz sein, was Gott für ihn getan hat!«

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Eventuell musstest du das ja auch schon einmal erleben: Menschen erklären dich für dumm, weil du an Jesus glaubst. Und ja, es geht gegen das rationale Weltbild unserer Gesellschaft, an einen übernatürlichen Gott zu glauben, der für unsere Schuld am Kreuz starb, Wunder tut und für so viel Übernatürliches zuständig ist. Paulus entgegnet dieser rationalen Anfrage an den Glauben mit folgendem Statement: "Denn Gott in seiner Weisheit hat es den Menschen unmöglich gemacht, mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott zu erkennen. Stattdessen beschloss er, alle zu retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben." (V. 21)

Gott verstehen und somit erkennen, das wird kein einziger Mensch jemals. Denn sonst wäre er nicht Gott. Wir können mit einem noch so intelligenten Verstand gesegnet worden sein: Gott wird immer über unseren Verstand hinausgehen. Aber ist alles, was über unseren Verstand hinausgeht, direkt als "unsinnig" abzustempeln? Ist ein Glaube an Gott direkt "unsinnig", nur weil wir nicht immer verstehen, was wir glauben? Gott wünscht sich unseren Glauben und nicht unser Wissen. Ja, wir dürfen unseren Glauben auf jeden Fall erforschen und Antworten auf Fragen suchen. Aber ist es nicht entlastend, dass wir im Zweifeln an Gott wissen dürfen, dass wir nicht immer alles verstehen werden? Dass uns Gott niemals versprochen hat, dass wir ihn voll und ganz verstehen würden? Zweifel sind kein Beweis dafür, dass es Gott nicht gibt. Und Zweifel müssen uns nicht dazu bringen, unseren Glauben aufzugeben. Es ist unser Glaube an Jesus, der uns rettet. Unser Wissen rettet uns nicht.