Relativ häufig nutze ich die Deutsche Bahn. Bei einem früheren Arbeitgeber für Arbeitsreisen sowie aktuell immer mal wieder, um in die Heimat zu kommen, und auch z. B. für ein verlängertes Wochenende woanders. In unmittelbarer Umgebung von Bahnhöfen herrscht durchweg viel Betrieb. Manch einer rennt, und manch anderer hat sich die Zeit genommen, um in Ruhe zu seinem Gleis zu laufen und auf einen bestimmten Zug zu warten.
Vielleicht verbindest du mit Bahnhöfen Hektik und zugleich auch das „Nach-Hause-Kommen“. Vielleicht fliegst du auch lieber. Und doch lassen sich folgende Gedanken ebenso auf Situationen am Flughafen übertragen. Zurück zum Bahnhofs-Geschehen. Irgendwie stehen wir doch alle aktiv mit einem Ziel am Bahnhof. Wir sind unterwegs, ob nun privat oder beruflich. Mit dem gekauften Ticket bieten sich jedem von uns unzählige Möglichkeiten. Dadurch dürfen wir uns ebenso die Frage stellen, was wir mit besagten Möglichkeiten anfangen. Weiter im Bild gesprochen: Du besitzt ein Ticket. Steigst du nun in den Zug, um deinem Ziel näher zu kommen?
Sicherlich ahnst du bereits, worauf ich mit diesem Vergleich hinaus möchte. Zu oft habe ich mich in einer Situation im Leben wiedergefunden, in der bereits die Grundlage gelegt wurde und ich mich durch eigene Stärken weiterhin gewinnbringend hätte einbringen können. Doch zu oft fehlte der letzte Schritt: das Wahrnehmen der Möglichkeiten. Vielleicht eine gewisse Angst und das Zurückhalten waren am Ende größer.
Am Ende stehen wir alle ähnlich am Bahnhof – egal, an welchem – und wir alle wollen aktiv unterwegs sein. Verbunden durch das Ticket, welches wir besorgt haben, mit ganz unterschiedlichen Zielen. Die Frage bleibt, ob wir diese letzte Entscheidung treffen, wahrhaftig in den Zug einzusteigen, und dadurch neuen Optionen die Möglichkeit geben, sich weiter entfalten zu können. Oder ob nach und nach der nächste und nächste und nächste Zug an uns vorbeifährt.
Mir ist bewusst, dass nicht jeder Mensch von Geburt an dieselben Voraussetzungen auffindet, und doch dürfen wir eigene Entscheidungen treffen und diese angehen. Wir dürfen auf Lebenssituationen blicken und nachdenken, ob wir diese Momente erneut an uns vorbeiziehen lassen wollen. Vielleicht probierst du ja doch einmal mehr, Momente aktiv an- und wahrzunehmen.
Sei ermutigt, Veränderungen anzunehmen. Sei ermutigt, ohne Ahnung loszulaufen, wie viele Zwischenstopps du auf deinem Weg auch einlegen wirst. Und sei ermutigt mit einem positiven und ruhigen Blick auf das „Hier und Jetzt“ zu schauen. Mehr als einmal darf sich der Blick in die Ferne lohnen.