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Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Apostelgeschichte

Kapitel 21, Vers 7–​14

Paulus lässt sich nicht umstimmen

7Von Tyrus kamen wir dann nach Ptolemaïs. Auch dort besuchten wir die Christen, blieben aber nur einen Tag bei ihnen. 8Von Ptolemaïs ging es am nächsten Tag zu Fuß weiter nach Cäsarea. Dort wohnten wir im Haus von Philippus, einem Verkündiger der rettenden Botschaft. Früher war er einer der sieben Diakone in der Jerusalemer Gemeinde gewesen. 9Die vier Töchter von Philippus waren bisher unverheiratet geblieben und hatten die Gabe, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden. 10Wir waren schon einige Tage bei Philippus, als Agabus aus Judäa kam. Er war ein Prophet. 11Während seines Besuches bei uns fesselte er sich mit dem Gürtel von Paulus die Hände und Füße. Dann erklärte er: »Der Heilige Geist sagt: Genauso wird es dem Besitzer dieses Gürtels ergehen. In Jerusalem wird er von den Juden gefesselt und an Menschen ausgeliefert werden, die Gott nicht kennen.« 12Da bestürmten wir und die anderen Christen der Gemeinde Paulus, nicht nach Jerusalem zu gehen. 13Er aber antwortete nur: »Warum weint ihr und macht mir das Herz schwer? Ich bin nicht nur bereit, mich in Jerusalem gefangen nehmen zu lassen, ich bin auch bereit, dort für Jesus, den Herrn, zu sterben.« 14Weil er sich nicht umstimmen ließ, bedrängten wir ihn schließlich nicht länger und sagten: »Der Wille des Herrn soll geschehen!«

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Was sich nach einer skurrilen Szene anhört, taucht in der Bibel tatsächlich häufiger auf: Ein Prophet tut symbolisch etwas, um den Menschen die Botschaft Gottes vor Augen zu malen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Prophet Hesekiel aus dem Alten Testament, der einige solcher Zeichenhandlungen durchführte. So sollte Hesekiel im Auftrag Gottes 390 Tage auf der linken Seite liegen, symbolisch für die Schuld Israels, und 40 Tage auf der rechten Seite, symbolisch für die Schuld Judas. Diese Zeichenhandlung stand für die Ankündigung, wie Gott in der damaligen Zeit richten würde (vgl. Hesekiel 4:4-8).

Hier fesselte sich der Prophet Agabus Hände und Füße und verkündete, dass es Paulus so in Jerusalem ergehen würde. Der Heilige Geist, Gott selbst, hatte zu Agabus gesprochen.

Es war eine klare Warnung an Paulus. Und gleichzeitig eine Entscheidung, die anstand: Würde Paulus dennoch nach Jerusalem gehen oder nicht?

"Ich bin nicht nur bereit, mich in Jerusalem gefangen nehmen zu lassen, ich bin auch bereit, dort für Jesus, den Herrn, zu sterben." [13]

Paulus ließ sich nicht umstimmen. Gott hatte ihm klar verheißen, was geschehen würde. Und dennoch ging Paulus. Ein starkes Zeichen.

So denken wir doch oft, dass es vielleicht besser ist, wenn Gott uns nicht alles über unsere Zukunft verrät, weil wir sonst wohl nicht so mutige Entscheidungen treffen würden …