Judas
Kapitel 1, Vers 3–7
WARNUNG VOR FALSCHEN LEHRERN
3Liebe Freunde! Eigentlich wollte ich euch über die Rettung schreiben, die Gott uns gemeinsam geschenkt hat. Das liegt mir sehr am Herzen. Doch nun muss ich in meinem Brief ermahnen und warnen. Setzt euch entschlossen für den Glauben ein, wie er denen, die zu Gott gehören, ein für alle Mal überliefert ist. 4Denn bei euch haben sich einige Leute eingeschlichen, über die Gott schon längst sein Urteil gefällt hat. Sie wollen von Gott nichts wissen und missbrauchen seine Gnade als Freibrief für ihr ausschweifendes Leben; ja, sie verraten damit Jesus Christus, der doch allein unser Herr und Herrscher ist. 5Was ich jetzt sage, ist euch allen längst bekannt. Und doch möchte ich euch daran erinnern: Zwar befreite Gott das ganze Volk Israel aus Ägypten. Trotzdem vernichtete er später alle, die sich weigerten, ihm zu vertrauen. 6Gott bestrafte auch die Engel, die ihren Auftrag missachtet und den Platz verlassen hatten, der ihnen von Gott zugewiesen war. Bis zum Tag des Letzten Gerichts hält er sie mit unlösbaren Ketten in der Finsternis eingeschlossen. 7Vergesst auch nicht Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte. Sie verhielten sich ähnlich wie jene Engel. Denn auch sie führten ein Leben voll sexueller Unmoral und wollten sich mit Wesen anderer Art einlassen. Sie sind ein warnendes Beispiel: Zur Strafe müssen sie jetzt die Qualen des ewigen Feuers erleiden.
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Weitere Infos →Ich muss zugeben, Judas gehört eher weniger zu den Leuten, die die Dinge sanftmütig durch die Blume kommunizieren. Er ist klar, direkt und konsequent. Doch worum geht’s konkret?
Es gab Leute in den Reihen der Leserschaft, die Gottes Gnade "als Freibrief für ihr ausschweifendes Leben" [4] missbrauchten. Im Folgenden versuchte Judas, anhand der Vergangenheit aufzuzeigen, welche Konsequenzen ein solches Verhalten mit sich brächte. Gott strafte, vernichtete und ließ Qualen über diese Menschen kommen. Das sind harte Worte, die wir ernst nehmen sollten.
Was meine ich damit konkret? Wir sollten nicht den Fehler machen und unser gesellschaftliches Denken eins zu eins auf Gott übertragen. Damit tun wir Gott unrecht. Wie wir sehen, hat Gott ein klares Profil mit deutlichen Kanten. Seine Mission besteht nicht nur aus "leben und leben lassen“. Und es ist vollkommen klar, ja es ist sogar gut so, dass wir uns an Dingen in der Bibel stoßen.
Manchmal kommt es mir vor, als wollen wir Gottes Rettung annehmen, ohne überhaupt die Not zu verstehen. Dabei gibt uns doch erst die Not ein Verständnis für die notwendige Rettung. Das wahre Evangelium ist so viel mehr als eine Option. Es ist die Rettung aus jeder Form von Verurteilung. Es ist die Vergebung, die jede Angst vor Strafe vertreibt (vgl. 1. Johannes 4:18).