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Impuls

Das ist unfair!

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

1. Samuel

Kapitel 30, Vers 21–​31

Die Verteilung der Beute

21Die 200 Männer, die David vor Erschöpfung nicht mehr folgen konnten und am Bach Besor zurückgeblieben waren, liefen ihm und seinen Männern entgegen, als diese zurückkehrten. David ging auf sie zu und begrüßte sie freundlich. 22Von denen, die mit David in den Kampf gezogen waren, dachten einige Männer jedoch nur an ihren eigenen Vorteil. Sie forderten: »Die hier haben uns in der Schlacht im Stich gelassen. Also sollen sie auch nichts von der Beute bekommen, die wir unter Lebensgefahr den Feinden entrissen haben! Ihre Frauen und Kinder dürfen sie wieder mitnehmen. Weiter haben sie hier nichts mehr verloren.« 23Doch da schritt David ein: »Nein, meine Freunde, so machen wir es nicht! Denn alles hat uns der HERR geschenkt! Er hat uns bewahrt und uns über diese Räuberhorde siegen lassen! 24Und da sollte jemand eurem Vorschlag zustimmen? Wer zurückbleibt und das Lager bewacht, soll genauso viel erhalten wie jene, die in den Kampf ziehen. Alle sollen die Beute miteinander teilen.« 25Von da an wurde es immer so gehandhabt. David machte es zu einem Gesetz im israelitischen Recht, das noch heute in Kraft ist. 26Als David wieder in Ziklag war, schickte er einen Teil der Beute an die führenden Männer von Juda, die seine Freunde waren; er ließ ihnen ausrichten: »Diese Gabe ist für euch. Sie ist ein Teil der Beute, die David den Feinden des HERRN abgenommen hat.« 27Er sandte Geschenke an die Städte Betul, Rama im Süden, Jattir, 28Aroër, Sifmot, Eschtemoa, 29 Karmel, Horma, Bor-Aschan, Atach und Hebron, außerdem an die Städte der Jerachmeeliter 30 und der Keniter und an alle anderen Orte, 31 wo er sich mit seinen Leuten aufgehalten hatte.

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Von den 600 Männern, die David folgten, um ihre Frauen und Kinder von den Amalekitern zu befreien, mussten 200 unterwegs wegen Erschöpfung aufgeben (vgl. V. 9-10). Nachdem David und die verbliebenen 400 Männer erfolgreich von ihrem Raubzug gegen die Amalekiter zurückgekehrt waren, kam es zu Spannungen.

Die 400, die durchgehalten hatten, wollten den 200 Erschöpften nichts von der Beute abgeben. Irgendwie verständlich. Doch David setzte neue Maßstäbe:

"Alles hat uns der HERR geschenkt! Er hat uns bewahrt und uns über diese Räuberhorde siegen lassen! […] Wer zurückbleibt und das Lager bewacht, soll genauso viel erhalten wie jene, die in den Kampf ziehen. Alle sollen die Beute teilen." [23-24]

Solche Situationen gibt es auch heute noch. Wenn Teams gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten, gibt es unterschiedliche Rollen und Aufgaben. Doch wenn man als Team anfängt, sollte man auch als Team aufhören. Das war Davids Motto. Dies traf auf Zustimmung.

Für viele mag das unfair sein. So war es auch in einem Gleichnis Jesu, als am Ende des Tages alle Arbeiter im Weinberg den gleichen Lohn bekamen. Egal, ob sie 8 Stunden oder nur eine Stunde gearbeitet hatten (vgl. Mt 20:1-16).

Gottes Gnade ist nicht fair. Sie ist unverdient.