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Impuls

Wie gerecht ist Gott?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Matthäus

Kapitel 20, Vers 1–​16

Die Arbeiter im Weinberg

1»Am Ende wird es in Gottes himmlischem Reich so sein wie bei einem Grundbesitzer, der frühmorgens in die Stadt ging und Arbeiter für seinen Weinberg anwarb. 2Er einigte sich mit ihnen auf den üblichen Tageslohn und schickte sie in seinen Weinberg. 3Gegen neun Uhr morgens ging er wieder zum Marktplatz und sah dort noch einige Leute stehen, die keine Arbeit hatten. 4›Geht auch ihr in meinen Weinberg‹, sagte er zu ihnen. ›Ich werde euch angemessen dafür bezahlen.‹ 5Und so taten sie es. Zur Mittagszeit und gegen drei Uhr nachmittags machte sich der Mann erneut auf den Weg und stellte weitere Arbeiter ein. 6Als er schließlich um fünf Uhr ein letztes Mal zum Marktplatz kam, fand er dort immer noch ein paar Leute, die nichts zu tun hatten. Er fragte sie: ›Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?‹ 7›Uns wollte niemand haben‹, antworteten sie. ›Geht doch und helft auch noch in meinem Weinberg mit!‹, forderte er sie auf. 8Am Abend beauftragte der Besitzer des Weinbergs seinen Verwalter: ›Ruf die Arbeiter zusammen und zahl ihnen den Lohn aus! Fang bei den letzten an und hör bei den ersten auf!‹ 9Zuerst kamen also diejenigen, die gegen fünf Uhr eingestellt worden waren, und jeder von ihnen erhielt den vollen Tageslohn. 10Dann traten die vor, die schon früher mit der Arbeit begonnen hatten. Sie meinten, sie würden nun mehr bekommen, aber auch sie erhielten alle nur den vereinbarten Tageslohn. 11Da beschwerten sie sich beim Grundbesitzer: 12›Die Leute, die du zuletzt eingestellt hast, haben nur eine Stunde gearbeitet, und du zahlst ihnen dasselbe wie uns. Dabei haben wir uns den ganzen Tag in der brennenden Sonne abgerackert!‹ 13›Mein Freund‹, entgegnete der Grundbesitzer einem von ihnen, ›ich tue dir doch kein Unrecht! Haben wir uns nicht auf diesen Betrag geeinigt? 14Nimm dein Geld und geh! Ich will nun einmal auch dem Letzten genauso viel geben wie dir. 15Darf ich mit meinem Besitz denn nicht machen, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich so großzügig bin?‹ 16Ebenso wird es einmal bei Gott sein: Dann werden die Letzten die Ersten sein, und die Ersten die Letzten.«

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Findest du, der Grundbesitzer handelt in diesem Gleichnis ungerecht? Er stellt Arbeiter ein, die alle die gleiche Arbeit verrichten sollen, wovon aber einige deutlich weniger Stunden arbeiten als andere. Und dennoch zahlt er allen am Ende des Tages den gleichen Lohn aus. Also, wenn ich es so bei meiner Arbeitsstelle erleben würde, dann würde ich wahrscheinlich schon mal das Gespräch mit meinem Chef suchen. 😀

Was für uns erst mal ungerecht klingt, spiegelt Gottes Gerechtigkeit wider: Es gibt Menschen, die kommen gleich in ihrer Kindheit zum Glauben an Jesus. Und dann gibt es Leute, die Jesus vielleicht sogar erst auf dem Sterbebett kennenlernen. Die ersten haben ihr Leben lang versucht, sich an die Gebote Gottes zu halten. Sie haben Veränderung in ihrem Verhalten erlebt. Sie sind durch Tiefen im Leben gegangen und haben dennoch an Gott festgehalten, während die anderen nichts in ihrem Leben für Gott getan hat – und doch kommen alle in den Himmel. Sie erhalten alle den gleichen Lohn.

Mal wieder macht die Bibel deutlich, dass allein der Glaube an Jesus reicht, um in der Ewigkeit bei Gott zu sein. Dieses Gleichnis hält uns zudem den Spiegel vor: Wie urteilen wir über andere Christen? Wenn jemand scheinbar weniger "für Gott" tut als du, wie denkst du über diesen Menschen? Bei Gott werden alle gleich behandelt, die an Jesus glauben.