Psalm
Kapitel 78, Vers 67–72
Mit kluger Hand regieren
67Die Nachkommen von Josef ließ er fallen, vom Stamm Ephraim wollte er nichts mehr wissen. 68Den Stamm Juda jedoch wählte er aus, den Berg Zion, dem seine Liebe gehört. 69Dort errichtete er sein Heiligtum – hoch ragt es auf; fest und unerschütterlich wie die Erde steht es da. 70Er wählte David als seinen Diener aus; von seiner Herde auf der Weide holte er ihn weg. 71Bis dahin hatte David bloß Schafe gehütet, doch nun machte Gott ihn zum Hirten über Israel, über die Nachkommen von Jakob, sein erwähltes Volk. 72David regierte mit aufrichtigem Herzen und führte die Israeliten mit kluger Hand.
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Weitere Infos →Wir haben in den letzten Wochen immer wieder einen Abschnitt aus Psalm 78 gelesen.
Was mich an diesem Psalm zutiefst bewegt, ist seine Ehrlichkeit. Er hat keine Angst, die Wahrheit zu erzählen, dass die Geschichte Israels alles andere als glattlief. Es war vielmehr ein Wechsel aus Ab- und Umkehr von bzw. zu Gott.
Es war oft eine Geschichte, bei der man nur mit der Brille des Glaubens den roten Faden entdecken konnte.
Auf der anderen Seite werfen der Psalm und insbesondere der heutige Abschnitt auch Fragen auf. Was meint der Verfasser, wenn er schreibt, dass Gott vom Stamm Ephraim nichts mehr wissen wollte (vgl. V. 67)?
Der Stamm Ephraim geht auf den Sohn Ephraim von Josef zurück. Weiter oben lesen wir von diesem Stamm, dass er den Bund gebrochen hat, den Gott mit ihm geschlossen hatte.
"Sie hatten den Bund gebrochen, den Gott mit ihnen geschlossen hatte, und weigerten sich, nach seinem Gesetz zu leben." [10]
Es war also zuerst einmal der Stamm selbst, der nichts mehr von Gott wissen wollte.
Was bleibt am Ende dieses Psalms zu sagen, das vielleicht auch unseren Alltag betrifft?
Lass uns ehrlich sein und die ganze Geschichte erzählen, auch wenn nicht alles ideal lief. Lass uns die Brille des Glaubens aufsetzen, um Gottes Faden in all dem zu erkennen. Lass uns hoffen, dass Gott einen Weg kennt.