2. Samuel
Kapitel 2, Vers 12–23
Israel und Juda
12Abner marschierte mit den Soldaten von Sauls Sohn Isch-Boschet von Mahanajim nach Gibeon. 13Davids Heer zog ihm unter der Führung von Joab, dem Sohn von Davids Schwester Zeruja, entgegen. Beim Teich von Gibeon trafen sie aufeinander. Abner und seine Truppen lagerten auf der einen Seite des Teiches, Joabs Männer auf der anderen. 14Abner schlug Joab vor: »Lass uns Kampfspiele veranstalten, die jungen Soldaten sollen gegeneinander antreten!« Joab war einverstanden, 15und so stellte jede Seite ihre Kämpfer: zwölf für Isch-Boschet und den Stamm Benjamin und zwölf für David. 16Als der Kampf begann, packten die Gegner einander an den Haaren, und jeder stieß dem anderen das Schwert in die Seite. Alle vierundzwanzig waren auf einen Schlag tot. Später nannte man diesen Platz bei Gibeon Helkat-Hazzurim (»Felsenfeld«). 17Nun kam es zwischen den Truppen zum erbitterten Kampf. Abner und seine israelitischen Soldaten unterlagen Davids Heer und ergriffen die Flucht. 18Auch Joabs Brüder Abischai und Asaël, die Söhne von Davids Schwester Zeruja, nahmen an der Schlacht teil. Asaël war schnell und flink wie eine Gazelle. 19Er jagte dem fliehenden Abner nach und ließ sich durch niemanden aufhalten. 20Plötzlich drehte Abner sich um und rief: »Bist du es, Asaël?« »Ja, ich bin es«, antwortete er. 21Abner schrie: »Hör auf, mich zu verfolgen! Kämpf doch lieber mit einem der jungen Soldaten, an denen du vorbeigerannt bist. Ihm kannst du Rüstung und Waffen abnehmen.« Aber Asaël ließ sich nicht umstimmen und lief weiter. 22»Ich warne dich!«, drohte Abner. »Verfolge mich nicht länger, sonst zwingst du mich, dich zu töten. Wie könnte ich dann deinem Bruder Joab noch in die Augen sehen?« 23Doch Asaël hörte nicht auf ihn. Da stieß Abner ihm das hintere Ende seines Speeres mit solcher Wucht in den Bauch, dass es am Rücken wieder herauskam. Asaël brach zusammen und starb. Jeder, der vorbeikam und ihn dort liegen sah, blieb entsetzt stehen.
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Weitere Infos →Die Verse für heute erschüttern. Wie kann so viel Brutalität in so wenigen Worten stecken?! Leider kennt die Bibel auch solche Erzählungen über die rohe Gewalt, die in unserer Welt möglich ist … Was können wir dennoch aus den Versen für heute lernen, wenn wir unsere Augen nicht davor verschließen, weil wir durch die Bibelverse abgeschreckt wurden?
Abner warnte seinen Gegner Asaël davor, ihn weiter zu verfolgen:
"»Ich warne dich!«, drohte Abner. »Verfolge mich nicht länger, sonst zwingst du mich, dich zu töten. Wie könnte ich dann deinem Bruder Joab noch in die Augen sehen?«" [22]
Doch Asaël wollte nicht auf die deutliche Warnung Abners hören. So war das Ende das von Abner prophezeite Ende:
"Asaël brach zusammen und starb. Jeder, der vorbeikam und ihn dort liegen sah, blieb entsetzt stehen." [23]
Abner hatte Asaël schützen gewollt, doch dieser hörte nicht auf die Androhung der Konsequenzen. Was am Ende dabei herauskam, war ein schreckliches Mahnmal für alle, die es mit ansehen mussten.
Wie oft hören wir nicht auf weisen Rat? Wollen wir wirklich ein Mahnmal für Menschen sein, die dann an uns sehen, wie man es NICHT machen sollte?! Gott hat da eindeutig einen anderen, heilsamen Plan für dich …