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Lenya-Marie Radtkevon Lenya-Marie Radtke
Glaubensleben

Apostelgeschichte

Kapitel 1, Vers 12–​26

Matthias wird zum Apostel gewählt

12Da kehrten sie vom Ölberg nach Jerusalem zurück, das ungefähr einen Kilometer entfernt liegt. 13In der Stadt angekommen gingen sie in das obere Stockwerk des Hauses, wo sie sich von nun an trafen. Es waren Petrus, Johannes, Jakobus, Andreas, Philippus, Thomas, Bartholomäus, Matthäus, Jakobus, der Sohn von Alphäus, Simon, der ehemalige Freiheitskämpfer, und Judas, der Sohn von Jakobus. 14Zu ihnen gehörten auch einige Frauen, unter anderem Maria, die Mutter von Jesus, und außerdem seine Brüder. Sie alle trafen sich regelmäßig an diesem Ort, um gemeinsam zu beten. 15An einem dieser Tage waren etwa hundertzwanzig Menschen dort zusammengekommen. Da stand Petrus auf und sagte: 16»Liebe Brüder und Schwestern! Die Voraussage der Heiligen Schrift über Judas, der Jesus an seine Feinde verriet, musste sich erfüllen. Es ist so gekommen, wie es der Heilige Geist durch David vorhergesagt hat. 17Judas gehörte zu uns, auch ihn hatte Jesus zu seinem Dienst berufen.« 18Judas wurde später zum Verräter. Von dem Geld, das er dafür bekam, kaufte er sich ein Stück Land. Aber er fand ein schreckliches Ende: Kopfüber stürzte er zu Tode, sein Körper wurde zerschmettert, so dass die Eingeweide heraustraten. 19Davon hat jeder in Jerusalem erfahren, und deshalb nennt man diesen Acker auf Aramäisch »Hakeldamach«, das heißt »Blutacker«. 20Petrus fuhr fort: »Die Voraussage, die ich meine, steht im Buch der Psalmen: ›Sein Besitz wird veröden, und niemand wird darin wohnen!‹ An einer anderen Stelle heißt es: ›Seine Stellung soll ein anderer bekommen.‹ 21Deshalb muss für Judas ein Nachfolger gefunden werden. Es muss ein Mann sein, der die ganze Zeit dabei war, als Jesus, der Herr, mit uns durch das Land zog, 22angefangen von dem Tag, an dem Jesus von Johannes getauft wurde, bis zu dem Tag, an dem Gott ihn zu sich nahm. Denn zusammen mit uns soll er bezeugen, dass Jesus auferstanden ist.« 23Daraufhin schlugen sie zwei Männer vor: Josef Barsabbas, genannt Justus, und Matthias. 24Dann beteten sie alle: »Herr, du kennst jeden Menschen ganz genau. Zeig uns, welcher von diesen beiden nach deinem Willen 25den Dienst und das Apostelamt von Judas übernehmen soll. Denn Judas hat seinen Auftrag nicht erfüllt. Er ist jetzt an dem Platz, der ihm zukommt.« 26Danach losten sie, und das Los fiel auf Matthias. Seit dieser Zeit gehörte er zum Kreis der zwölf Apostel.

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Der Text heute wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas formal. Der Jünger Judas hatte Jesus verraten, sich daraufhin selbst das Leben genommen und nun sollte die gesamte Versammlung einen Nachfolger wählen. Doch wenn man genauer hinsieht, entdeckt man spannende Punkte:

  1. Sie trafen sich in einem Raum, wo sich die Nachfolger Jesu oft gemeinsam trafen, um zu beten. Sie lebten eine Kultur, ein Leben, in dem das Gebet eine klare Priorität hatte.

  2. Sie kannten die Schriften. Petrus zitierte das Buch der Psalmen und die Prophetie, die durch Judas' Verrat in Erfüllung getreten war. Dadurch, dass sie das Wort Gottes aktiv lasen, wussten sie, was nun zu tun war.

  3. Als sie vor der Entscheidung zwischen zwei Männern standen, beteten sie wieder und sie vertrauten, dass Gott ihre Entscheidung leiten würde.

  4. Sie handelten aktiv. Die Jünger losten und das Los fiel auf Matthias.

Manchmal zeigt Gott ganz klar, was sein Wille ist, manchmal fordert er uns aber auch heraus, ihm zu vertrauen, während wir unser Leben leben.

Wie oft denke ich "ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll" oder "ich weiß gar nicht, was Gott von mir will"?! Kennst du diese Gedanken?

Lass uns gemeinsam die Bibel und das Gebet als Priorität nehmen, denn dadurch wird Gott uns so leiten, wie er auch die Apostel geleitet hat!