Esra
Kapitel 3, Vers 8–13
Grundsteinlegung des Tempels
8Im 2. Monat des 2. Jahres nach der Rückkehr begannen Serubbabel, der Sohn von Schealtiël, Jeschua, der Sohn von Jozadak, die anderen Priester und Leviten sowie alle, die aus der Verbannung nach Jerusalem heimgekehrt waren, mit dem Wiederaufbau des Tempels. Die Aufsicht über die Bauarbeiten gaben sie den Leviten, die 20 Jahre und älter waren. 9Jeschua, seine Söhne und Verwandten sowie Kadmiël und seine Söhne, die Nachkommen von Hodawja, leiteten gemeinsam die Männer an, die den Tempel wieder errichteten. Die Leviten aus der Sippe Henadad gehörten ebenfalls zu den Aufsehern. 10Als die Bauleute den Grundstein für den Tempel des HERRN legten, standen die Priester in ihren Gewändern daneben und bliesen die Trompeten. Die Leviten aus der Sippe Asaf schlugen die Zimbeln und lobten den HERRN. So hatte es schon David, der König von Israel, angeordnet. 11Sie priesen Gott und sangen im Wechsel das Lied: »Der HERR ist gütig, seine Gnade für Israel hört niemals auf!« Als der Grundstein für den Tempel des HERRN gelegt war und die Loblieder erklangen, brach das ganze Volk in lauten Jubel aus. 12Doch während die einen vor Freude jubelten, weinten die älteren Priester, Leviten und Sippenoberhäupter laut, denn sie hatten den ersten Tempel noch gekannt. 13Man konnte die Freudenschreie vom Weinen kaum unterscheiden. Der Lärm war so groß, dass er noch in der Ferne zu hören war.
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Weitere Infos →Eine emotionale Szene, von der wir heute lesen. Das Wunder war passiert: Das Volk Israel durfte nach der babylonischen Gefangenschaft zurück in die eigene Heimat ziehen. Dort konnte es nun endlich wieder einen Tempel für Gott aufbauen. Die Israeliten jubelten und feierten diese spürbare Gnade Gottes über ihrem Leben.
Gleichzeitig waren aber Menschen dabei, die den alten Tempel und die Zeit vor der Gefangenschaft kannten. Sie litten unter dem Leid, welches sie erlebt hatten. Alles erinnerte sie an die Zeit vor der Gefangenschaft, wenn sie nun den Wiederaufbau des Tempels sahen.
Wie nah liegen auch in unserem Leben manchmal Freude und Leid beieinander. Auf der einen Seite danken wir Gott für seine Güte, wenn wir es aus einer schwierigen Zeit herausgeschafft haben. Gleichzeitig sind wir vielleicht wehmütig, dass es überhaupt so weit kommen musste und wir denken mit Sehnsucht an die Zeit vor der Krise zurück, in der doch alles noch so unbeschwert war.
Das Leben ist emotional und deshalb ist die Bibel es auch. In der Bibel finden wir authentische Einblicke in das Leben der verschiedensten Charaktere und ihre gelebten Beziehungen zu Gott. Ermutigend, sich innerhalb der Bibel auf vielfältige Weise verstanden zu wissen.