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Impuls

Frustriert

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Glaubensleben

4. Mose

Kapitel 11, Vers 10–​15

MOSES KLAGE

10Die israelitischen Familien saßen vor ihren Zelten und klagten. Mose ärgerte sich darüber, denn er wusste, dass sie erneut den Zorn des HERRN auf sich zogen. 11»Warum tust du mir das an?«, fragte er den HERRN. »Ich bin zwar dein Diener! Aber musst du mir wirklich die Verantwortung für dieses ganze Volk aufhalsen? Hast du denn kein Erbarmen mit mir? 12Bin ich etwa die Mutter dieser Menschen? Habe ich sie zur Welt gebracht? Oder bin ich ihr Pflegevater? Wie kannst du von mir verlangen, dass ich sie wie einen Säugling auf meinen Armen in das Land trage, das du ihren Vorfahren versprochen hast? 13Sie weinen und flehen mich an: ›Gib uns Fleisch zu essen!‹ Woher soll ich denn Fleisch für Hunderttausende von Menschen nehmen? 14Ich kann die Verantwortung für dieses Volk nicht länger allein tragen. Ich halte es nicht mehr aus! 15Wenn es so weitergehen soll, dann bring mich lieber gleich um! Ja, erspar mir dieses Elend, wenn dir etwas an mir liegt!«

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Mose war frustriert. Genervt und ausgelaugt. Schon wieder meckerte das Volk. Schon wieder hatte es mit irgendetwas ein Problem. Es verhielt sich wie kleine Kinder und fing ständig an zu jammern. Mose hatte genug davon. Dieses Volk wurde ihm eine immer größere Last und er ließ seinen ganzen Frust bei Gott raus.

Ich finde, die Stelle führt uns gut vor Augen, dass mit Verantwortung auch einiges an Frust und Herausforderungen einhergeht. Mose bezeichnete sich in Vers 11 als Diener Gottes, doch klagte im selben Atemzug Gott auch dafür an, dass er sich um dieses ganze Volk kümmern musste.

In dem Moment, wenn wir für etwas Verantwortung übernehmen, folgen wir unserer Bestimmung, Gott und den Menschen zu dienen. Dies hat viele schöne Seiten, doch diese Textstelle zeigt, was man ebenfalls erleben kann: Es gibt auch die ganz miesen Tage, wenn man das Handtuch werfen will und einem alles zu viel wird.

Der Text geht glücklicherweise weiter und es würde eine gute Lösung geben. Doch lass uns kurz innehalten. Nimm dir einen Moment und äußere Gott deinen Frust, Zorn oder Ärger über deine kleinen wie großen Probleme. Wir brauchen Zeiten, in denen wir einfach herausposaunen können, was in uns vorgeht, und vielleicht wirst du ja ganz ähnliche Sätze wie Mose beten.