Esra
Kapitel 8, Vers 21–30
Vorbereitungen für die Rückkehr nach Jerusalem
21Am Kanal bei Ahawa forderte ich die Versammelten auf, zu fasten und vor unserem Gott auf die Knie zu gehen. Wir wollten ihn bitten, uns und unsere Kinder mit unserem Hab und Gut auf der Reise zu beschützen. 22Ich hätte mich nämlich geschämt, den König um eine berittene Truppe zu bitten, die uns unterwegs vor Überfällen bewahren könnte. Denn wir hatten vorher zum König gesagt: »Unser Gott hält seine schützende Hand über allen, die ihm vertrauen; doch wer sich von ihm abwendet, bekommt seinen Zorn zu spüren.« 23So fasteten wir und baten unseren Gott um Bewahrung, und er hat unser Gebet erhört. 24Darauf wählte ich zwölf führende Priester aus, dazu Scherebja, Haschabja und zehn weitere Leviten. 25Vor ihren Augen wog ich das Silber, das Gold und die Gegenstände, die der König, seine Berater und Beamten sowie die versammelten Israeliten als Opfergabe für den Tempel unseres Gottes gestiftet hatten. 26Dann übergab ich ihnen alle Schätze. Es waren 468 Zentner Silber, 100 silberne Gegenstände, zusammen 72 Zentner schwer, 72 Zentner Gold, 2720 goldene Becher im Wert von 1000 persischen Goldmünzen und zwei Gefäße aus goldglänzender Bronze, genauso wertvoll wie goldene Gefäße. 28Ich sagte zu den Männern: »Ihr seid zum Dienst für den HERRN geweiht, und auch diese heiligen Gegenstände, das Silber und das Gold sollen allein ihm gehören. Sie sind eine freiwillige Opfergabe für den HERRN, den Gott eurer Vorfahren. 29Seid also wachsam und bewahrt sie gut auf, bis ihr in Jerusalem eintrefft! Dort sollt ihr sie in die Schatzkammern des Tempels bringen und sie in Gegenwart der führenden Priester, der Leviten und der Sippenoberhäupter noch einmal wiegen.« 30Da nahmen die Priester und Leviten das Silber, das Gold und die Gegenstände in Empfang, um sie sicher nach Jerusalem in den Tempel unseres Gottes zu bringen.
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Weitere Infos →Spannend, oder? Esra gibt an dieser Stelle offen zu, dass er sich schämen würde, nun um Unterstützung und Schutz bei der Reise durch den König zu bitten. Schließlich hatte Esra diesem vorher mitgeteilt, dass Gott selbst sie auf der Reise nach Jerusalem bewahren würde.
Darin zeigt sich: Esra hatte großes und unerschütterliches Vertrauen auf Gott und dessen Fürsorge für sein Volk. Zurecht, denn Gottes Geschichte mit Israel im Alten Testament ist gefüllt von Wundern, die Gott in der Not seines Volkes tat.
Und tatsächlich:
"So fasteten wir und baten unseren Gott um Bewahrung, und er hat unser Gebet erhört." [23]
Auf diese Weise konnte der König erneut einen Beweis für Gottes Existenz und für seinen beschützenden Charakter miterleben. Ein starkes Zeugnis!
Ja, die Szenerie wirkt riskant. Natürlich ist es klug, sich Unterstützung zu holen. Gott kann auch durch andere Menschen wirken, indem wir um Schutz bitten und dann Hilfe von anderen in Anspruch nehmen. Das soll an dieser Stelle nicht anders dargestellt werden! Dies ist eine individuelle Situation, die Esra so mit Gott erlebte.
Was wir aber daraus mitnehmen können: Gott möchte sich zeigen. Geben wir ihm die Chance dazu? Laden wir andere Menschen dazu ein, die vielleicht nicht an Gott glauben (wollen), einfach mal ein Gebet zu sprechen und zu schauen, was passiert? Zu verlieren haben sie schließlich nichts.