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Impuls

In schwierigen Zeiten

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

1. Samuel

Kapitel 14, Vers 24–​34

Sauls unbedachter Fluch

24An diesem Tag mussten die israelitischen Truppen hart kämpfen und gerieten zeitweise in große Bedrängnis. Saul drohte ihnen: »Verflucht sei, wer vor dem Abend irgendetwas isst, bevor ich mich an meinen Feinden gerächt habe!« So aß den ganzen Tag hindurch niemand auch nur den kleinsten Bissen. 25Dabei gab es in dieser bewaldeten Gegend viele wilde Bienenvölker, so dass überall Honig zu finden war. 26Gerade zu dieser Zeit flossen die Waben über. Doch kein Israelit wagte, von dem Honig zu essen, zu sehr fürchteten sie Sauls Drohung. 27Jonatan aber wusste nichts von diesem Fluch, denn er war nicht dabei gewesen, als sein Vater ihn ausgesprochen hatte. So tauchte er die Spitze seines Stockes einmal kurz in eine Honigwabe und aß von dem Honig. Sofort fühlte er sich viel besser. 28Ein Soldat bemerkte es und sagte zu Jonatan: »Dein Vater, der König, hat gesagt, dass jeder verflucht sein soll, der an diesem Tag etwas isst. Darum sind wir alle so erschöpft.« 29Da antwortete Jonatan: »Mein Vater stürzt unser ganzes Land ins Unglück! Seht doch, wie viel besser ich mich fühle, nur weil ich ein bisschen von dem Honig gegessen habe. 30Stellt euch vor, wie wir kämpfen würden, wenn unser Heer sich gestärkt hätte an dem, was die Feinde zurückgelassen haben! Doch so konnten wir den Philistern unmöglich eine große Niederlage beibringen.« 31An diesem Tag schlugen die Israeliten die Philister von Michmas bis nach Ajalon zurück. Doch am Abend waren die Soldaten erschöpft. 32Sie fielen gierig über die Tiere her, die sie von den Philistern erbeutet hatten. Hastig schlachteten sie Schafe, Rinder und Kälber. Sie nahmen sich nicht einmal die Zeit, das Blut ganz abfließen zu lassen. Die geschlachteten Tiere ließen sie einfach am Boden in ihrem Blut liegen und aßen sie dann gleich an Ort und Stelle. 33Jemand lief zu Saul und berichtete ihm: »Sieh doch, das Volk sündigt gegen den HERRN, denn sie essen Fleisch, in dem noch Blut ist.« Da rief Saul laut: »Ihr habt ein großes Unrecht begangen!« Er befahl den Männern in seiner Nähe: »Wälzt sofort einen großen Stein zu mir her! 34Verteilt euch im ganzen Lager und weist alle an, sie sollen ihre Tiere zu mir bringen, hier auf diesem Stein töten und ganz ausbluten lassen. Dann können sie das Fleisch essen. Damit will ich verhindern, dass ihr gegen den HERRN sündigt, wenn ihr die Tiere in ihrem Blut liegen lasst und das Fleisch dann an Ort und Stelle mit dem Blut verzehrt.« Alle gehorchten dem Befehl Sauls. Noch in derselben Nacht kam jeder mit seinen Tieren zu dem Stein und schlachtete sie dort so, wie es vorgeschrieben war.

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Es war viel los in Israel. Der Kampf gegen die Philister nahm immer mehr an Fahrt auf. Nun widersetzte sich, zunächst unwissentlich, der Sohn Sauls namens Jonatan dem Befehl des Vaters. Er aß, obwohl das gegen die konkrete Kampfanweisung Sauls geht. Darüber hinaus versündigten sich nun die Soldaten an Gott, da sie Tiere vor ihrem Verzehr nicht ausbluten ließen. (Mehr Infos zum Thema "Blut und Tieropfer im Alten Testament" findest du in diesem Blogbeitrag von uns in der Mediathek hier in der App: "Ansprechbar: Weshalb waren im Alten Testament Opfer für Gott notwendig?“)

Wenn wir schwierige Zeiten erleben, sind wir schnell mal gewillt, dumme Dinge zu tun, oder? Die besten Vorsätze funktionieren nicht mehr und so manches Mal reiten wir uns durch unseren eigenen Willen dann noch mehr in den Mist hinein. Gott sieht das. Und ja, er findet unser Verhalten dann auch überhaupt nicht gut. Er möchte nicht, dass wir uns selbst und andere durch unser Verhalten schädigen! Dennoch ist Gottes Perspektive auf uns immer eine der Vergebung und des Neuanfangs: Wenn wir mit Jesus Christus als unseren persönlichen Herrn und Retter leben, vergibt Gott uns unsere Fehltritte. Und er schreibt dann auch auf unserem krummen Wege gerade weiter.

Wenn du momentan in einer schwierigen Zeit bist, bitte Gott genau jetzt um die nötige Kraft und Weisheit, dennoch richtig zu handeln, nämlich auf Gott allein zu vertrauen!