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Impuls

Irdische Versuchungen

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

Jakobus

Kapitel 1, Vers 12–​18

Was unseren Glauben gefährdet

12Glücklich ist, wer die Bewährungsproben besteht und im Glauben festbleibt. Gott wird ihn mit dem Siegeskranz, dem ewigen Leben, krönen. Das hat er allen versprochen, die ihn lieben. 13Niemand, der in Versuchung gerät, kann behaupten: »Diese Versuchung kommt von Gott.« Denn Gott kann nicht vom Bösen verführt werden, und er verführt auch niemanden zum Bösen. 14Es sind vielmehr unsere eigenen selbstsüchtigen Wünsche, die uns immer wieder zum Bösen verlocken. 15Geben wir ihnen nach, dann haben wir das Böse empfangen und bringen die Sünde zur Welt. Sie aber führt unweigerlich zum Tod. 16Lasst euch also nichts vormachen, liebe Brüder und Schwestern! 17Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen. Er, der Vater des Lichts, ändert sich nicht; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis. 18Es war sein Wille, dass er uns durch das Wort der Wahrheit, durch die rettende Botschaft, neues Leben geschenkt hat. So sind wir der Anfang seiner neuen Schöpfung geworden.

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Zum Verständnis des heutigen Abschnitts ist der vorangegangene Abschnitt (Jakobus 1:9-12) enorm wichtig. Als Jakobus hier von "Bewährungsproben" [12] sprach, meinte er insbesondere die Versuchung, sein Herz an irdische Dinge zu hängen. Solche Dinge haben vor Gott keinerlei Bedeutung. Wie eine Blume auf dem Feld, so wird beispielsweise der Reichtum einer Person vergehen (vgl. V. 10).

Mit diesem Wissen bekommen die folgenden Aussagen enormes Gewicht. Anstatt zu vergehen wie eine Blume auf dem Feld, schenkt Gott jedem, der diesen Bewährungsproben standhält (sein Leben Jesus hingibt und nicht den weltlichen Dingen nachjagt), einen unvergänglichen Siegeskranz: das "ewige Leben" [12].

Weiterhin schrieb Jakobus, dass keine dieser Versuchungen von Gott kommen könne. Auch das ergibt im Kontext absolut Sinn. Geld, Reichtum und sozialer Status, um nur ein paar Beispiele zu nennen, sind menschengemacht und kommen nicht von Gott (vgl. V. 14). Das bedeutet jedoch nicht, dass Gott unseren Glauben durch andere Dinge nicht herausfordern kann. Nach meinem Verständnis meint die Bibelstelle mit der indirekten Aussage, dass von Gott keine Versuchung käme, die menschengemachten Versuchungen.

Denn eins ist sicher: Wenn du mit Jesus unterwegs bist, ist es nicht immer einfach. Es wird Widerstand geben. Für viele Christen sogar Leid und Schmerz. Doch in all dem können wir darauf hoffen, dass Gott es zu einem guten Ende führt (vgl. V. 17).