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Impuls

Jerusalem wird zum Zentrum

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Berufung

2. Samuel

Kapitel 5, Vers 6–​10

David erobert Jerusalem

6Nachdem David König geworden war, unternahm er mit seinen Soldaten einen Feldzug gegen die Stadt Jerusalem. In dieser Gegend wohnte immer noch der kanaanitische Stamm der Jebusiter. Die Einwohner verhöhnten David: »In unsere Stadt wirst du nie hereinkommen! Selbst unsere Lahmen und Blinden könnten dich in die Flucht schlagen.« Sie waren sicher, dass es David nicht gelingen würde, die Stadt einzunehmen. 7Doch David und seine Truppen eroberten die Festung Zion, die später »Stadt Davids« genannt wurde. 8An dem Tag, als sie Jerusalem angriffen, sagte er zu seinen Soldaten: »Wer durch den Wasserschacht in die Stadt gelangt und die Jebusiter überwältigt, soll sie umbringen, diese Blinden und Lahmen, denn ich hasse sie!« So entstand die Redensart: »Blinde und Lahme kommen mir nicht ins Haus.« 9Nach der Eroberung machte David die Festung zu seiner Residenz und nannte sie »Stadt Davids«. Ringsum baute er die Stadt weiter aus. Er begann damit bei den Verteidigungsanlagen und ging dann nach innen vor bis zur Festung. 10So wurde Davids Macht immer größer, denn der HERR, der allmächtige Gott, stand ihm bei.

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Wir befinden uns in der Zeit um 1000 v. Chr. David war auf dem besten Wege, sein Volk zu sammeln und seine Macht zu festigen. Einer seiner ersten Schritte bestand darin, mit der Stadt Jerusalem ein neues Zentrum zu schaffen. Die Stadt war zuvor von den Jebusitern besetzt, die David mit Mut und Entschlossenheit besiegte.

Wie schon mehrfach erwähnt, dürfen wir nicht den Fehler machen, die Bibel nur aus heutiger Sicht zu betrachten. Zu Recht verurteilen wir die heutigen Angriffskriege in unserer Welt. Damals war der Status quo von Recht, Politik und Eroberung ein anderer. Wenn wir die Bibel mit Gewinn lesen wollen, müssen wir immer wieder versuchen, Brücken zu bauen. Diese Brücken bauen wir, indem wir den Text zunächst in seiner damaligen Kultur verstehen und ihn erst dann in unsere Gegenwart übertragen.

Gott ist derselbe. Damals, heute und in Ewigkeit. Er handelt in einer Menschheitsgeschichte, die sich ständig weiterentwickelt. Gott selbst zeigt in Jesus sehr deutlich, wie er sich das Leben tatsächlich gedacht hat: Feindesliebe. Versöhnung. Frieden.

Doch zurück zum Text. David hat, wie gesagt, mit der Eroberung Jerusalems ein neues Zentrum geschaffen. Ein echter Ankerpunkt in der Geschichte Israels. In Jerusalem würde Salomo, der Sohn Davids, eines Tages den ersten Tempel bauen. Wir dürfen gespannt sein, wie die Geschichte weitergeht.