1. Mose
Kapitel 40, Vers 1–15
JOSEF DEUTET TRÄUME
1Einige Zeit später hatten zwei Beamte des ägyptischen Königs ihren Herrn verärgert: der oberste Mundschenk und der oberste Bäcker. 2Der Pharao war zornig auf sie. 3Er warf sie in das Gefängnis, das dem Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache unterstellt war und in dem auch Josef festgehalten wurde. 4Der Oberbefehlshaber beauftragte Josef damit, die neuen Gefangenen zu versorgen. Nach einiger Zeit 5hatten beide in derselben Nacht einen besonderen Traum. 6Als Josef am nächsten Morgen zu ihnen kam, fielen ihm ihre niedergeschlagenen Gesichter auf. 7»Was ist los mit euch? Warum seid ihr so bedrückt?«, fragte er. 8»Wir haben beide einen seltsamen Traum gehabt, aber hier gibt es niemanden, der uns die Träume deuten kann!«, klagten sie. »Es ist Gottes Sache, Träume zu deuten«, entgegnete Josef. »Erzählt mir doch einmal, was ihr geträumt habt!« 9Der Mundschenk begann: »Ich sah einen Weinstock 10mit drei Ranken. Als er Knospen trieb, waren sofort die Blüten da – und dann auch schon die reifen Trauben. 11In meiner Hand hielt ich den Becher des Pharaos. Ich nahm die Trauben, presste ihren Saft in den Becher und gab dem König zu trinken.« 12Josef erklärte ihm, was das zu bedeuten hatte. »Die drei Ranken sind drei Tage«, sagte er. 13»In drei Tagen wird der Pharao dich aus dem Gefängnis herausholen und wieder in dein Amt einsetzen. Dann wirst du ihm wie früher als oberster Mundschenk dienen. 14Aber denk an mich, wenn es dir wieder gut geht! Erzähl dem Pharao von mir und bitte ihn, mich hier herauszuholen! 15Ich wurde aus dem Land der Hebräer entführt, und auch hier in Ägypten habe ich nichts Verbotenes getan. Ich sitze unschuldig im Gefängnis!«
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Weitere Infos →Gott hatte Josef eine Gabe gegeben: Er konnte Träume deuten. Dies hatte er bereits getan, als er noch bei seiner Familie lebte, und nun tat er es auch hier mitten im ägyptischen Gefängnis. Josef hörte auf das, was Gott ihm zu den Träumen sagte. Er machte dadurch Gott alle Ehre! (Vgl. V. 8)
Josef saß im Gefängnis. Und dennoch konnte Josef seine von Gott gegebenen Talente und Gaben nutzen und zum Besten einsetzen! Sie würden Josef darüber hinaus dazu dienen, sich aus dieser misslichen Lage befreien zu können, wie bereits in den Versen 14 und 15 angedeutet wird …
Auch wenn du meinst, dass deine Gaben an dem Ort oder in der Phase deines Lebens, an dem bzw. in der du dich gerade befindest, nicht einzusetzen sind, stimmt das nicht! Gott verschwendet keinen Abschnitt deines Lebens, indem er sich dir etwa nicht zeigt oder indem er dich nicht etwa für seinen guten Plan einsetzen kann. Frage doch noch heute Gott, was er am heutigen Tag oder in den nächsten Tagen oder generell in der aktuellen Phase deines Lebens mit dir und deinen Talenten vorhat. Bitte ihn um konkrete Hinweise und konkrete Situationen, in denen du spürbar erlebst, wie Gott dich sieht, liebt und einsetzt.