2. Samuel
Kapitel 3, Vers 1–11
Abner und Isch-Boschet geraten aneinander
1Der Krieg zwischen den Anhängern von Sauls Sohn Isch-Boschet und Davids Anhängern zog sich lange hin. Mit der Zeit wurde David immer stärker und mächtiger, während die andere Seite an Macht und Ansehen verlor. 2Als David in Hebron wohnte, wurden ihm mehrere Söhne geboren: Der älteste hieß Amnon, seine Mutter war Ahinoam aus Jesreel. 3Danach kam Kilab, seine Mutter war Abigajil aus Karmel, die Witwe von Nabal. Der dritte Sohn war Absalom, seine Mutter hieß Maacha und war eine Tochter von Talmai, dem König von Geschur. 4Der vierte Sohn hieß Adonija, und seine Mutter war Haggit. Der fünfte war Schefatja, seine Mutter hieß Abital. 5Jitream, der sechste, war der Sohn von Davids Frau Egla. Diese sechs Söhne wurden in Hebron geboren. 6Während des Krieges zwischen Isch-Boschet und David hielt Abner treu zu Sauls Königshaus. 7Eines Tages aber stellte Isch-Boschet Abner zur Rede, weil er mit einer Nebenfrau des verstorbenen Königs Saul geschlafen hatte. Die Frau hieß Rizpa und war eine Tochter von Ajja. 8Abner wurde wütend und beschimpfte Isch-Boschet: »Was denkst du eigentlich, wer ich bin? Ein mieser Verräter, der zum Stamm Juda hält? Die ganze Zeit schon kämpfe ich mit aller Kraft für das Königshaus deines Vaters, ich helfe seinen Verwandten und Freunden. Dich habe ich beschützt, damit du David nicht in die Hände fällst. Und was ist der Dank? Wegen einer Frauengeschichte führst du dich nun so auf! 9 Ich habe genug von dir! Von jetzt an unterstütze ich David. Der HERR hat schließlich geschworen, dass er Sauls Familie vom Thron stoßen und David die Herrschaft geben wird. 10 Gott soll mich hart bestrafen, wenn ich nicht dafür sorge, dass David bald König ist über ganz Israel und Juda, von Dan im Norden bis Beerscheba im Süden!« 11Isch-Boschet brachte kein Wort mehr heraus, denn er hatte große Angst vor Abner.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Besonders die ersten Kapitel des 2. Samuel-Buches waren geprägt von Unruhen und Kriegen in den eigenen Reihen. Wenn sich etwas neu sortiert, werden oft alte Muster aufgebrochen. David sollte König über ganz Israel werden. Gleichzeitig hatte der verstorbene Saul ein Vermächtnis hinterlassen. Viele wollten fortführen, was dieser begonnen hatte.
Dennoch verloren die Anhänger Sauls immer mehr an Einfluss. Hinzu kamen innere Konflikte zwischen den Führern Abner und Isch-Boschet. In all dem ließ sich eine Grundtendenz erkennen:
"Mit der Zeit wurde David immer stärker und mächtiger, während die andere Seite an Macht und Ansehen verlor." [1]
Einerseits feiere ich die Geschichte und den Aufstieg Davids, andererseits fordert es mich immer wieder heraus, von all der Brutalität und Gewalt zu lesen. Es erinnert mich immer wieder daran, dass die Bibel in einer Zeit geschrieben wurde, in der es völlig normal erschien, Probleme und Angelegenheiten durch Krieg zu lösen.
Und obwohl Gott in dieser Zeit durch Menschen wirkte, wissen wir doch, was er sich eigentlich vorgestellt hatte. Jesus, der Sohn Gottes, fasste es in einem revolutionären Satz zusammen:
"Liebt eure Feinde!"
Was bleibt, wenn wir unsere Feinde lieben? Der Friede.