Matthäus
Kapitel 6, Vers 1–4
Echte Frömmigkeit
1»Hütet euch davor, eure Frömmigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen. Sonst könnt ihr von eurem Vater im Himmel keinen Lohn mehr erwarten.« 2»Wenn du also einem Armen etwas gibst, dann posaune es nicht hinaus wie die Heuchler. Sie reden davon in den Synagogen und auf den Gassen, damit alle sie bewundern. Ich versichere euch: Diese Leute haben ihren Lohn schon erhalten. 3Bei dir soll es anders sein: Wenn du einem Bedürftigen hilfst, dann soll deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut; 4niemand soll davon erfahren. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.«
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Weitere Infos →Was würden wir tun, wenn uns niemand dabei zusieht? Würden wir etwas Gutes, ja Selbstloses tun, selbst wenn wir es niemandem erzählen könnten?
Die Verse von heute handeln im Kern genau von diesen Fragen. Wieder einmal sind sie revolutionär konträr zu dem, was uns beigebracht wurde oder wie wir instinktiv handeln würden. Wenn ich etwas Gutes tue, dann weiß es später meistens die ganze Welt, weil ich es bei Instagram teile oder meinen Freunden erzähle. Ja, es fängt schon bei den kleinsten Dingen an. Wenn ich zum Beispiel die Spülmaschine ausräume, dann sehe ich zu, dass meine Mutter oder meine Partnerin es auch sieht oder ich es ihr wenigstens später erzähle, damit sie weiß, dass ich etwas Gutes getan habe. Ich glaube, wir Menschen haben den Drang, dass andere uns bei diesen Dingen sehen, weil wir die Bestätigung der Menschen brauchen und suchen. Es gibt uns etwas.
Völlig konträr dazu steht die Aussage von Jesus: "Sorgt dafür, dass keiner auch dabei sieht, denn sonst habt ihr keinen Lohn im Himmel." (Vgl. V. 1) Ja, nicht einmal unsere eigene linke Hand soll wissen, was die rechte macht (vgl. V. 3).
Jesus wendet die Perspektive. Im Königreich Gottes ist es nicht wichtig, von den Menschen gesehen zu werden, sondern allein von Gott. Gott sieht und belohnt, was wir im Verborgenen tun. Was wir tun, wenn wir allein sind. Wenn uns niemand beklatscht oder "liked".
Was tun wir, wenn wir wirklich wir selbst sind?