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Wen der Sohn befreit

Lenya-Marie Radtkevon Lenya-Marie Radtke
Identität

Apostelgeschichte

Kapitel 26, Vers 1–​12

Die Verteidigungsrede von Paulus

1Nun sagte Agrippa zu Paulus: »Du darfst dich jetzt selbst verteidigen.« Paulus hob die Hand zum Gruß und begann: 2»Ich bin sehr froh, König Agrippa, dass ich mich heute wegen der Anschuldigungen der Juden vor dir rechtfertigen kann; 3denn du kennst ja die jüdischen Sitten und Streitfragen sehr genau. Darum bitte ich dich, mich geduldig anzuhören. 4Weil ich von Jugend an in Jerusalem bei meinem Volk lebte, bin ich allen Juden dort sehr gut bekannt. 5Wenn sie es nur wollten, könnten sie bezeugen, dass ich von Anfang an zur strengsten jüdischen Glaubensrichtung, zu den Pharisäern, gehört habe. 6Heute stehe ich nur deshalb vor Gericht, weil ich an die Zusage glaube, die Gott unseren Vorfahren gab. 7Die zwölf Stämme Israels dienen Gott unablässig Tag und Nacht, weil sie hoffen, die Erfüllung dieser Verheißung zu erleben. Und trotzdem, König Agrippa, werde ich wegen dieser Hoffnung von den Juden angeklagt! 8Warum erscheint es euch denn so schwer zu glauben, dass Gott Tote auferweckt? 9Zwar meinte auch ich zunächst, man müsste den Glauben an Jesus aus Nazareth mit allen Mitteln bekämpfen. 10Und das habe ich in Jerusalem auch getan. Ich ließ mir eine Vollmacht des Hohenpriesters geben und brachte viele Christen ins Gefängnis. Wenn sie zum Tode verurteilt werden sollten, stimmte ich dafür. 11In allen Synagogen der Stadt belegte ich sie mit harten Strafen und versuchte sie dahin zu bringen, dass sie Christus verleugnen. In meinem maßlosen Hass verfolgte ich sie schließlich sogar bis ins Ausland. 12Aus diesem Grund reiste ich im Auftrag der obersten Priester und mit ihrer Vollmacht versehen nach Damaskus.

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Auf den ersten Blick ist diese Bibelstelle vielleicht etwas unspektakulär. Paulus wurde (wieder) von den führenden Juden angeklagt und stand (wieder) vor weltlichen Autoritäten, die teilweise nicht ganz wussten, wie sie mit ihm umgehen sollten. Wie wir gestern gelesen haben: Es war keine rechtliche Frage, sondern eine Glaubensfrage!

Was ich aber so spannend finde, ist, wie selbstverständlich Paulus erzählte, dass er selbst ein Christenverfolger gewesen war. Paulus sagte selbst, dass er Christen verfolgt und umgebracht hatte! Mit völliger Offenheit erklärte er, wie sehr er getrieben gewesen war, und er gab ein Zeugnis von Jesu verändernder Kraft.

Ist das nicht heftig? Manchen ist die eigene Vergangenheit vielleicht unangenehm, man will nicht daran denken und schon gar nicht davon erzählen! Ich glaube, Paulus konnte so frei von seiner Vergangenheit erzählen, weil es ihm so bewusst gewesen war, dass Jesus ihn komplett verändert hatte. In Johannes 8:36 steht: "Wen der Sohn befreit, der ist wirklich frei!" Das Alte ist vergangen und hat keinen Anspruch mehr. Seit Jesus in Paulus' Leben gekommen war, war dieser ein komplett neuer Mensch geworden!

Kannst du auch glauben, dass deine Vergangenheit nichts mehr mit der Person zu tun hat, die du heute bist? Jesus hat dich komplett frei und neu gemacht.