Psalm
Kapitel 102, Vers 14–23
Gott wird eingreifen
14Du wirst eingreifen und dich über Zion erbarmen. Denn die Zeit ist gekommen, es zu begnadigen – die Stunde ist da! 15Dein Volk liebt die Mauern dieser Stadt und trauert über ihre Trümmer. 16Aber der HERR wird sie wieder aufbauen, er wird erscheinen in all seiner Pracht. 17 Dann werden die Völker ihn fürchten und alle Könige vor seiner Macht zittern. 18Ja, der HERR wird das Gebet der Hilflosen hören, er lässt ihr Flehen nicht außer Acht. 19Diese Worte soll man aufschreiben für die Generationen, die nach uns kommen, damit auch sie es lesen und den HERRN loben: 20Der HERR blickte von seinem Heiligtum herab, er schaute vom Himmel auf die Erde. 21Er hörte das Stöhnen der Gefangenen und rettete sie vor dem sicheren Tod. 22Darum wird man den HERRN auf dem Berg Zion rühmen; in ganz Jerusalem wird man ihn loben, 23wenn alle Völker und Königreiche sich versammeln, um sich in seinen Dienst zu stellen.
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Weitere Infos →Hast du schon mal in einer für dich wirklich ausweglosen Situation zu Gott gerufen? Ich definitiv.
Und hast du dann erlebt, dass Gott in der Situation eingriff und sie veränderte oder dass er sie nutzte, um etwas Großartiges daraus zu schaffen?
Dann geht es dir und mir wie dem Psalmisten. Wir lesen davon, dass Gott "herabschaut aus seinem Heiligtum", weil er das Seufzen der Menschen gehört hat.
Ich finde es so krass, wie im Psalm der Unterschied zwischen Gott und den Menschen betont wird. Er, der HERR, der aus der Höhe seines Heiligtums vom Himmel zur Erde herabschaut. Zur Erde, wo die Menschen zu ihm rufen, gefangen in Schuld und dem Tod geweiht.
Was für ein Kontrast! Gott ist nicht verpflichtet, sich hinabzubeugen und zu helfen. Doch er tut es! Weshalb? Weil wir es verdient haben? Nein. Weil Gott uns so sehr liebt? Jein. Schauen wir noch mal in die letzten Verse: "… damit sie den Namen des Herrn verkündigen in Zion (…)."
Es geht nicht in erster Linie um uns und Gottes Liebe zu uns. Das ist ein bisschen krass, weil wir oft genau das Gegenteil hören, doch es geht in erster Linie darum, dass Gott geehrt und großgemacht wird!
Und weißt du was? Er ist der einzige, der das wirklich verdient hat!