Das Wort Hingabe vereint die unterschiedlichsten Aspekte: Eifer, Zuneigung, Aufopferung und Leidenschaft, um nur einige davon zu nennen. Schauen wir uns gemeinsam an, wie Jesus Hingabe verkörperte und diese mit Leben füllte:
[Jesus] stand vom Tisch auf, zog sein Obergewand aus, band sich ein Handtuch um die Hüften und goss Wasser in eine Schale. Dann begann er, seinen Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Handtuch abzutrocknen, das er sich umgebunden hatte. Als er zu Simon Petrus kam, sagte Petrus zu ihm: „Herr, warum willst du mir die Füße waschen?“ Jesus antwortete: „Du verstehst jetzt nicht, warum ich das tue; eines Tages wirst du es verstehen.“ (Johannes 13:4-7)
Du magst mit dieser Bibelstelle bereits gut vertraut sein, als Jesus vor dem Passahfest seinen Jüngern die Füße wusch. Einmal mehr denke ich, dass wir über solche Momente nicht hinweglesen sollten, sondern diese immer wieder in Abständen neu auf uns wirken lassen dürfen. Dies tun wir nun gemeinsam.
Es wird berichtet, wie Jesus genau wusste, dass seine Zeit gekommen war, um die Welt zu verlassen, und ebenso war ihm bewusst, dass einer seiner engsten Freunde und Nachfolger ihn verraten würde. Umso mehr zeigten sich sein Eifer, die Aufopferung und Leidenschaft – also Hingabe –, die ihn ausmachten und ausmachen. Diese Hingabe für die engsten Menschen an seiner Seite, ihnen etwas Gutes zu tun und dabei Vorbild zu sein. Weiterhin heißt es:
„[…] Versteht ihr, was ich getan habe? Ihr nennt mich „Meister“ und „Herr“ und damit habt ihr Recht, denn das bin ich. Und weil ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, sollt auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, dem ihr folgen sollt. Tut, was ich für euch getan habe.“ (Johannes 13:14-15)
Nicht nur lehrte und sprach Jesus, sondern er legte auch selbst Hand an, damit seine engsten Leute aufnehmen und verstehen würden, was er ihnen mit seinem Beispiel mitgeben wollte. Abseits der Tatsache, dass er seine letzten gemeinsamen Stunden damit verbrachte, anderen etwas Gutes zu tun und zu dienen, möchte ich heute den Fokus darauf setzen, welche Stärke in dieser Hingabe für andere liegt. Wir alle sind wohl gut darin, viel zu reden, anderen Menschen Ratschläge zu geben, doch wie oft knien wir uns hin, füllen das Hinknien mit echter Leidenschaft und lassen Taten anstelle von Worten sprechen? Auch ich merke zu oft, dass meine Person in solchen Momenten zu oft den Platz einnimmt.
Wir dürfen uns dies einmal mehr als Vorbild nehmen. Jesus in seiner echten Hingabe als Vorbild für uns. Nicht loszulassen, für andere ein Segen zu sein, uns hinzuknien und zu geben. Selbst wenn wir mehr geben und investieren gekonnt hätten –lasst uns doch probieren, dies beim nächsten Mal eben umzusetzen. Hingabe ist ein starkes Wort für mich und beinhaltet sehr viel mehr als die Aspekte, die ich zu Beginn aufgezählt habe. Finde doch mal heraus, wie du Hingabe nach dem Vorbild Jesu leben und verinnerlichen kannst.