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Über Jesus reden - Weshalb?

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Berufung
Über Jesus reden - Weshalb?

Für viele Menschen ist der Glaube optional geworden. Er ist ein nettes Add-on, für das man sich eben entscheidet. Dem einen bringt er etwas, dem anderen eher nicht.

„Ah, du glaubst? Cool! Wenn es dir hilft – warum nicht? Für mich ist das eher nichts.“

Wenn Jesus über seine Botschaft sprach, dann ging es ihm weniger um ein nettes Add-on. Es ging ihm um die größte Rettungsaktion der Geschichte.

„Der Menschensohn ist gekommen, Verlorene zu suchen und zu retten.“ (Lukas 19:10)

Die Frage, weshalb man über Jesus und sein Evangelium sprechen sollte, ist ähnlich wie die Frage, weshalb man beim Fußball Tore schießen sollte.

Das größte Ziel, das Gott mit dem Evangelium verfolgt, ist es, Menschen zu retten. Mensch und Gott tragen einen Sieg nach Hause, wenn sie wieder vereint sind.

Jesus selbst erzählte seinen Jüngern drei Gleichnisse: von einer verlorenen Münze, einem verlorenen Schaf und einem verlorenen Sohn (vgl. Lukas 15). In jedem dieser Gleichnisse geht es darum, das Verlorene zu finden. Genau das ist Gottes Herzschlag.

Jesus starb am Kreuz und trug in diesem Moment die Schuld der gesamten Menschheit. Er trug, was wir als Welt eigentlich verdienen. Jede noch so schwere Verfehlung kann am Kreuz vergeben werden, weil Gott selbst die größte Strafe getragen hat. Und nicht nur das: Er hat sie auch überwunden. Am Ostersonntag ist er von den Toten auferstanden und er hat den Tod besiegt. Das ist die Rettungsbotschaft, an die wir glauben.

Wenn ich jedoch mein eigenes Glaubensleben betrachte, dann wünsche ich mir oft eine größere Leidenschaft, anderen auch davon zu erzählen. Doch weshalb spüre ich diese Dringlichkeit oft nicht?

Ich glaube, der Feind ist gut darin, uns als Gesellschaft einzureden, dass wir eigentlich keine Rettung brauchen. Dass die Welt an vielen Stellen so zerbrochen ist, liegt nur daran, dass das Gute in uns einfach etwas verschüttet wurde. Wir müssen es nur wieder neu entdecken. Die Lösung liegt in uns selbst. Und schon wird der Glaube optional.

Wenn ich beim Fußball der Gegenspieler Gottes wäre, würde ich mich in sein Team einschleusen und den Spielern unterschwellig klarmachen, dass es gar nicht darum geht, Tore zu schießen. Es geht um einen guten Spielfluss. Tore sind nicht entscheidend. Als Gegenspieler Gottes bin ich eigentlich chancenlos, doch wenn ich es schaffe, seinen Mitspielern die Motivation zu rauben, Tore zu schießen, dann könnte es funktionieren.

Übertrage ich dieses Bild auf uns als Christenheit, muss ich sagen, dass diese Taktik gut funktioniert. Ich bin heute hier, um dir zu sagen, dass Menschen Jesus brauchen. Ohne das Evangelium gehen Menschen verloren. Das ist der Grund, dass wir von Jesus erzählen dürfen und sollten. Wenn Menschen Jesus kennenlernen, findet ihr Leben tiefen Sinn, Erfüllung und Freude, die ihnen kein Mensch und kein Umstand geben kann.

Wir sind Gottes Hotspot. Viele Menschen in deiner Umgebung haben diese Verbindung zu Gott verloren. Dabei hat Gott bereits alles für diese Verbindung vorbereitet. Es liegt an uns, unseren Mitmenschen einen Hotspot zu schenken: „Lass mich dir das Evangelium erklären.“ – „Ich bete mit dir.“ – „Ich helfe dir, deine Verbindung zu Gott wiederherzustellen.“

Lass uns die Menschen nach Hause lieben! Nicht aufdringlich, sondern in Liebe und als Vorbild, und dann – zur richtigen Zeit – auch mal mit klaren Worten.