Es gibt diese Zeiten. Im Leben von jedem von uns. Diese Zeiten, welche sich anhand von Veränderungen und Lebensabschnitten charakterisieren lassen. Wir alle machen sie mit, müssen sie angehen und Entscheidungen treffen – Leben gestalten. Um dir genaue Beispiele zu nennen, meine ich einen Umzug, den Beginn oder Abschluss der Schulzeit, der Ausbildung oder des Studiums, einen möglichen Weg ins Ausland sowie einen Job-Wechsel. Wir treffen Entscheidungen und manche von diesen werden auch für uns getroffen. Wir gehen voran und gestalten unsere Lebensabschnitte; so manches Mal fällt es einfacher, oftmals vielleicht schwerer. Am Ende steht und bleibt, das Privileg zu haben, für die eigenen Lebensabschnitte Verantwortung übernehmen zu können.
Du wirst an meiner Überschrift schon erahnen können, in welche Richtung diese Überlegungen weitergehen. Denn was gehört zu dem soeben Beschriebenen dazu? Richtig, das Annehmen und Loslassen. Annehmen von Möglichkeiten, die sich dir bieten. Annehmen von Verantwortung mir, aber auch meinem Nächsten gegenüber. Loslassen von alten Freunden, Klassenkameraden, weil persönliche Wege eine andere Richtung nehmen. Loslassen von Freundesgruppen, die mir nicht guttun sowie ein Annehmen neuer Lebensabschnitte.
Annehmen und loslassen können, das beinhaltet jeweils für sich, dass wir beurteilen und wissen, welche Dinge und Situationen es zu wahren gilt und von welchen sich distanziert werden sollte. Oftmals ist der Jahresbeginn mit neuen Vorsätzen verbunden, ob man diese das Jahr über durchhält oder nicht.
Starten wir gemeinsam doch mal mit der persönlichen Reflexion, was wir in diesem neuen Jahr annehmen und auch loslassen wollen. Darauf dürfen wir ebenfalls hinarbeiten. Eines bleibt doch sicher: Alle Dinge und Situationen werden wir nicht festhalten können, und oftmals ist das Loslassen auch befreiend. Mache dir einmal Gedanken, was du festhalten oder neu annehmen möchtest und was du loslässt. All dies wird dich weiterbringen, da bin ich sicher. Auch wenn solche Veränderungen oder Erneuerungen Unsicherheit mit sich bringen, so begeben wir uns auf den Weg, charakterlich weiterzuwachsen.
Schlussendlich wäre es für mich persönlich der größere Unmut, blickte ich eines Tages zurück und müsste feststellen, dass ich durchweg nicht den Mut und Willen hatte, mein Leben so zu gestalten, dass ich mit und durch Gott aufblühte und ich ehrlich zu mir selbst gewesen bin, sondern andere Menschen und reines Bestreben nach Wohlgefallen mein Leben gezeichnet haben.
Ein langer Satz und vielschichtiger Gedankengang zum Schluss – ich weiß –, aber so machst du dir möglicherweise verstärkt Gedanken über den Inhalt, liest es ein zweites Mal und lässt dich dazu bewegen, das Annehmen und Loslassen für deine Lebensabschnitte und -bereiche klar und neu festzulegen. Auf ein wundervolles 2024.