Johannes
Kapitel 16, Vers 12–15
DER GEIST DER WAHRHEIT
12Ich hätte euch noch viel mehr zu sagen, doch jetzt würde es euch überfordern. 13Wenn aber der Geist der Wahrheit kommt, hilft er euch dabei, die Wahrheit vollständig zu erfassen. Denn er redet nicht in seinem eigenen Auftrag, sondern wird nur das sagen, was er hört. Auch was in der Zukunft geschieht, wird er euch verkünden. 14So wird er meine Herrlichkeit sichtbar machen; denn alles, was er euch zeigt, kommt von mir. 15Was der Vater hat, gehört auch mir. Deshalb kann ich mit Recht sagen: Alles, was er euch zeigt, kommt von mir.«
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Weitere Infos →Wissen, wie die Geschichte ausgeht. Das wollen wir so oft. Sicherlich auch die Jünger. Jesus war dabei, sich allmählich von seinen Jüngern zu verabschieden, als er sagte: "Ich hätte euch noch viel mehr zu sagen, doch jetzt würde es euch überfordern." [12] Diese Worte machen deutlich, dass Jesus den Jüngern bestimmte Erkenntnisse noch vorenthielt, doch das Motiv dieser Zurückhaltung war keineswegs böswillig, es war vielmehr schützend. Gleichzeitig ließ er sie damit nicht allein. Der kommende "Geist der Wahrheit" würde ihnen nach und nach helfen, die Wahrheit vollständig zu erfassen. Er sei das Sprachrohr Gottes in unserem Herzen (vgl. V. 13-15).
Was sagt uns das für unseren Glaubensalltag? Wir brauchen Geduld. Geistliche Erkenntnis baut aufeinander auf. Wenn Jesus sagte, dass es die Jünger jetzt noch überfordern würde, stelle ich mir metaphorisch ein Hochhaus mit mehreren Stockwerken vor. Natürlich werde ich das 10. Stockwerk erst bauen, wenn das 9. Stockwerk bereits vorhanden ist. Wir erkennen Schritt für Schritt. Heute wissen, wie die Geschichte ausgeht, würde uns sicherlich manchmal überfordern. Doch all das hält uns nicht davon ab, uns tagtäglich im Gebet (wie beim Vaterunser: "Unser täglich Brot gib uns heute ...") nach mehr Erkenntnis auszustrecken. Der Geist der Wahrheit möchte uns neue Dinge zeigen.