STAYONFIRE

Impuls

Bitterlicher Kampf

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Hoffnung

2. Samuel

Kapitel 12, Vers 15–​25

Davids Sohn stirbt

15Nach diesen Worten ging Nathan wieder nach Hause. Der HERR ließ das Kind, das Urias Frau geboren hatte, todkrank werden. 16David zog sich zurück, um für seinen Sohn zu beten. Er fastete tagelang und schlief nachts auf dem Fußboden. 17Seine Hofbeamten kamen und versuchten, ihn zum Aufstehen zu bewegen, doch ohne Erfolg. Auch zum Essen ließ er sich nicht überreden. 18Am siebten Tag starb das Kind. Keiner der Diener wagte es, David mitzuteilen, denn sie befürchteten das Schlimmste. »Schon als das Kind noch lebte, ließ er sich durch nichts aufmuntern«, sagten sie zueinander. »Wie wird er sich erst verhalten, wenn er erfährt, dass es tot ist? Er könnte sich etwas antun!« 19Doch als David merkte, wie die Hofleute miteinander flüsterten, ahnte er, was geschehen war. »Ist der Junge tot?«, fragte er, und sie antworteten: »Ja, er ist gestorben.« 20Da stand David auf, wusch sich, pflegte sich mit wohlriechenden Salben und zog frische Kleider an. Dann ging er ins Heiligtum und warf sich nieder, um den HERRN anzubeten. Danach kehrte er in den Palast zurück und ließ sich etwas zu essen bringen. 21»Wir verstehen dich nicht«, sagten seine Diener, »als das Kind noch lebte, hast du seinetwegen gefastet und geweint. Doch jetzt, wo es gestorben ist, stehst du auf und isst wieder.« 22David erwiderte: »Solange mein Sohn lebte, habe ich gefastet und geweint, weil ich dachte: Vielleicht hat der HERR Erbarmen mit mir und lässt ihn am Leben. 23Doch nun ist er gestorben – warum soll ich jetzt noch fasten? Kann ich ihn damit etwa zurückholen? Nein, er kehrt nicht mehr zu mir zurück, ich aber werde eines Tages zu ihm gehen!« 24Dann ging David zu seiner Frau Batseba und tröstete sie. Er schlief mit ihr, und sie brachte wieder einen Sohn zur Welt. David nannte ihn Salomo (»der Friedliche«). Der HERR liebte das Kind, 25darum gab er dem Propheten Nathan den Auftrag, hinzugehen und dem Jungen einen zweiten Namen zu geben: Jedidja (»Liebling des Herrn«).

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Nachdem David durch den Propheten erkannt hatte, was für eine große Sünde er begangen hatte, machte er eine völlige Kehrtwendung. Der Prophet Nathan hatte vorausgesagt, dass das Kind, das Bathseba gebären würde, sterben müsste.

David aber bestürmte Gott mit Fasten und Gebet, um das Unheil abzuwenden.

"Er fastete tagelang und schlief nachts auf dem Fußboden." [16]

Welche Schuldgefühle mussten David gequält haben? Welche Scham trug er mit sich? Als König, hungernd und kniend auf dem harten Fußboden.

Gott wendete das Unglück nicht ab. Sieben Tage nach der Geburt starb das Kind.

David nahm Gottes Entscheidung an. Dann sagte er einen bemerkenswerten Satz, der einen aufmerken lässt:

"Nein, er [sein verstorbener Sohn] kehrt nicht mehr zu mir zurück, ich aber werde eines Tages zu ihm gehen!" [23]

Hatte David hier schon eine Ahnung von der Ewigkeit? Man kann es zumindest erahnen.

Am Ende gebar Bathseba einen zweiten Sohn. Salomo sollte Davids Nachfolger werden. Eine Geschichte für sich.

Doch ist es nicht erstaunlich, dass aus diesem großen Fehltritt doch noch etwas Gutes geworden ist? Gibt uns das nicht auch Grund zur Hoffnung, dass auch unsere Fehler nicht die Sackgasse sein müssen? Vertrau auf Gottes Gnade, nimm seine Vergebung an, kehre um und hoffe auf sein Eingreifen.