Psalm
Kapitel 37, Vers 1–15
Von Gott gehalten
1Von David. Entrüste dich nicht über die Unheilstifter und beneide nicht die Menschen, die Böses tun! 2Denn sie verdorren so schnell wie Gras, sie welken dahin wie grünes Kraut. 3Verlass dich auf den HERRN und tue Gutes! Wohne hier in diesem Land, sei zuverlässig und treu! 4Freue dich über den HERRN, und er wird dir geben, was du dir von Herzen wünschst. 5Befiehl dem HERRN dein Leben an und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen. 6Dass du ihm treu bist, wird dann unübersehbar sein wie das Licht; dass du recht hast, wird allen aufleuchten wie der helle Tag. 7Warte still und geduldig darauf, dass der HERR eingreift! Entrüste dich nicht, wenn Menschen böse Pläne schmieden und sie dabei auch noch Erfolg haben! 8Lass dich nicht von Zorn und Wut überwältigen, denn wenn du dich ereiferst, gerätst du schnell ins Unrecht. 9Wer Böses tut, den wird Gott ausrotten. Wer jedoch auf den HERRN hofft, der wird das Land besitzen. 10Es dauert nicht mehr lange, dann ist es mit den Bösen aus und vorbei! Wo sind sie geblieben? Keine Spur wirst du mehr von ihnen finden! 11Doch die auf Frieden bedacht sind, werden das Land besitzen und jubeln über ihr vollkommenes Glück. 12Zähnefletschend planen die Gottlosen Böses gegen alle, die Gott die Treue halten. 13Der Herr aber lacht über sie, weil er weiß: Der Tag der Abrechnung kommt! 14Diese gewissenlosen Leute zücken ihr Schwert und halten den Bogen zum Schuss bereit. Sie wollen die Armen und Wehrlosen töten und alle beseitigen, die aufrichtig mit Gott leben. 15Doch ihr Schwert dringt ihnen ins eigene Herz, und ihre Bogen zersplittern in ihrer Hand.
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Weitere Infos →Sind diese Verse nicht irgendwie sehr beruhigend? Wie ich das meine: Wenn wir die Ungerechtigkeit in dieser Welt sehen oder wenn uns selbst spürbar Unrecht getan wurde, dann sind wir verzweifelt. Dann tendieren wir Menschen dazu, Rache nehmen zu wollen. Dann wollen wir Gleiches mit Gleichem vergelten, werden wir zornig, unruhig und verlieren wir unseren inneren Frieden. Der Psalm bringt es wie folgt auf den Punkt:
"Warte still und geduldig darauf, dass der HERR eingreift! Entrüste dich nicht, wenn Menschen böse Pläne schmieden und sie dabei auch noch Erfolg haben! Lass dich nicht von Zorn und Wut überwältigen, denn wenn du dich ereiferst, gerätst du schnell ins Unrecht." [7-8]
Wenn wir uns von unserer Wut mitreißen lassen, werden wir oft selbst ungerecht und sagen wir Dinge, die wir später wahrscheinlich wieder bereuen werden. Wir verletzen alle anderen und vor allem uns selbst. Die hoffnungsvolle Antwort auf alles Unrecht in der Welt und in deinem eigenen Leben ist: Es geht an Gott nicht vorbei. Gott schaut hin. Und Gott kümmert sich.
Wenn du derzeit also wütend bist, dann lies dir diese Verse erneut durch. Gottes Herzschlag ist Gerechtigkeit. Dafür sollen wir uns nicht selbst rächen, das macht alles für uns nur schlimmer! Du darfst inneren Frieden finden, indem du weißt: Der Schöpfer des Himmels und der Erde hat das Unrecht gesehen. Nun überlasse ihm, wie er damit weiterhin umgeht. "Egal" ist es ihm überhaupt nicht.