STAYONFIRE

Impuls

Den Spieß umdrehen

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

Psalm

Kapitel 64, Vers 1–​11

Bosheit zahlt sich nicht aus!

1Ein Lied von David. 2Gott, ich bin in großer Not, höre auf mein Schreien! Ich fürchte mich vor meinen Feinden – rette mein Leben! 3Eine Bande von Verbrechern hat sich gegen mich verschworen. Sie planen einen Aufstand – wende die Gefahr von mir ab! 4Ihre Zungen sind scharf geschliffene Schwerter, und ihre bissigen Worte verletzen wie Pfeile. 5Aus dem Hinterhalt schießen sie auf Unschuldige – skrupellos und ohne Vorwarnung schlagen sie zu. 6Sie stacheln sich gegenseitig zum Bösen an und wollen heimlich Fallen legen. Hämisch fragen sie: »Wer wird’s schon merken?« 7Sie brüten Gemeinheiten aus und prahlen: »Wir haben’s! Unser Plan ist ausgezeichnet!« Abgrundtief böse ist das Herz dieser Menschen. 8Doch jetzt schießt Gott seine Pfeile auf sie, und plötzlich sind sie schwer verwundet. 9Ihre eigenen Worte bringen sie nun zu Fall; wer sie am Boden liegen sieht, schüttelt nur noch den Kopf. 10Da wird jeder von Furcht gepackt und bekennt: »So handelt Gott! So machtvoll greift er ein!« 11Wer aber nach dem Willen des HERRN lebt, wird sich über ihn freuen und bei ihm sicher sein. Ja, jeder, der von Herzen aufrichtig ist, darf sich glücklich schätzen!

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Häufig lesen wir Klagepsalmen wie Psalm 64 aus der Perspektive Davids. Wir versuchen eine Verbindung zum Text herzustellen, indem wir uns an Momente erinnern, in denen wir ungerecht behandelt wurden. Ich möchte den Spieß heute einmal liebevoll umdrehen.

Wann verletzen wir Menschen mit unseren Worten? 😳

"Ihre Zungen sind scharfe Schwerter, und ihre scharfen Worte verletzen wie Pfeile. [...] Sie stacheln einander zum Bösen an [...]. Spöttisch fragen sie: »Wer wird’s merken?«" [4+6]

Das klingt ziemlich bösartig. Mir geht es bei diesem Minuten-Impuls nicht darum, dir böse Absichten zu unterstellen, aber sind wir uns der Macht unserer Worte bewusst? Wir halten ein scharfes Schwert und spitze Pfeile in unseren Händen!

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, stelle ich fest, dass meine Zunge insbesondere in bestimmten Gruppendynamiken lockerer wurde. Wie leicht ist es, in einer Gruppe schlecht über jemanden zu reden, der gar nicht da ist!?

"Wer wird's schon merken?", könnte man sich auch hier sagen.

Gott liebt es, wenn unsere Worte stattdessen zum Segen werden. Dafür brauchen wir eine neue Sensibilität. Wenn du also das nächste Mal "leichtfertig austeilst", überleg vorher, ob deine Worte wirklich zum Segen für deinen Nächsten werden können.

Ich weiß, das ist ein ziemlich krasser Anspruch, aber lasst uns genau in diese Richtung gehen.