Apostelgeschichte
Kapitel 18, Vers 9–17
Schweige nicht!
9Eines Nachts sprach der Herr in einer Vision zu Paulus: »Hab keine Angst! Predige weiter und schweige nicht! 10Ich bin bei dir, und niemand kann dir etwas anhaben. Denn viele Menschen in dieser Stadt werden an mich glauben.« 11So blieb Paulus insgesamt anderthalb Jahre in Korinth. Er unterwies dort die Menschen und erklärte ihnen Gottes Botschaft. 12Als aber Gallio Statthalter von Achaja wurde, schlossen sich die Juden zusammen und verklagten Paulus. Sie brachten ihn vor Gericht 13und beschuldigten ihn: »Dieser Mann verführt die Leute, Gott in einer Weise zu dienen, die im Widerspruch zum Gesetz steht.« 14Noch ehe Paulus etwas erwidern konnte, wandte sich Gallio an die Juden: »Wenn es sich um ein Verbrechen oder sonst ein schweres Vergehen handeln würde, müsste ich euch Juden anhören. 15Weil ihr aber über Lehrfragen, irgendwelche Personen und eure religiösen Gesetze streitet, müsst ihr euch schon selbst einigen. Ich jedenfalls werde darüber nicht entscheiden.« 16Damit wies er die Ankläger ab und ließ den Gerichtsplatz räumen. 17Jetzt fielen die Zuhörer über den neuen Synagogenvorsteher Sosthenes her und verprügelten ihn noch auf dem Gerichtsplatz. Doch Gallio kümmerte sich überhaupt nicht darum.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Menschenfurcht kann lähmen und blockieren. Das wusste auch der Herr. Deshalb erschien er Paulus in einer nächtlichen Vision und ermutigte ihn:
"Hab keine Angst! Predige weiter und schweige nicht!" [9]
Vielleicht hast du immer gedacht, Paulus sei ein durch und durch starker Missionar gewesen, der keine Angst vor Anfeindungen hatte. Wenn dem wirklich so wäre, weshalb ermutigte der Herr ihn dann so explizit in einer nächtlichen Vision? Nur damit es in der Bibel steht und wir einen Zuspruch daraus ziehen können?
Eher nicht, denke ich. Paulus' Angst war präsent, doch sie hat es nicht geschafft, ihn zu blockieren. Er blieb dabei, voller Leidenschaft von Jesus zu erzählen.
Corrie ten Boom hat einmal gesagt:
"Mut ist Angst, die gebetet hat!"
Vielleicht ist das auch eine gute Perspektive für die Angst, die wir manchmal verspüren. Gott nimmt sie nicht immer weg, sondern wandelt sie um.
Stell dir vor, Paulus hätte aufgrund seiner Ängste aufgehört, von Jesus zu erzählen, wäre Kompromisse eingegangen und wäre zurückgerudert. Die Konsequenzen wären drastisch gewesen. Doch nein, Paulus predigte weiter. Jesus ähnlicher zu werden, bedeutete für ihn, auch mit Gegenwind umzugehen.
Wo versucht die Angst, dich zu lähmen, vielleicht sogar im Glauben oder beim Erzählen über Jesus? Bete, dass deine Angst in Mut verwandelt wird. Du bist nicht allein!
"Viele Menschen in dieser Stadt werden an mich glauben." [10]