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Nicht Meine Aufgabe

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

Apostelgeschichte

Kapitel 24, Vers 24–​27

FELIX WILL SICH NICHT ENTSCHEIDEN

24Nach einigen Tagen ließen Felix und seine jüdische Frau Drusilla den Gefangenen Paulus zu sich rufen. Sie wollten mehr über den Glauben an Jesus Christus hören. 25Aber als Paulus dann auch noch von einem Leben sprach, das Gott gefällt, von Selbstbeherrschung und dem künftigen Gericht Gottes, da erschrak Felix und sagte schnell: »Für heute reicht es! Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich dich wieder rufen lassen.« 26Außerdem hoffte er insgeheim, von Paulus Bestechungsgelder zu bekommen. Deshalb ließ er ihn häufig zu sich holen und unterhielt sich mit ihm. 27Nach zwei Jahren wurde Felix von Porzius Festus abgelöst. Um den Juden am Ende seiner Amtszeit noch einen Gefallen zu tun, sorgte Felix dafür, dass Paulus weiterhin in Haft blieb.

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Welche Reaktion erwarten wir, wenn wir unseren Mitmenschen vom Evangelium erzählen? Freude? Betroffenheit? Zustimmung? Begeisterung? Vielleicht sogar eine Entscheidung für Jesus? All diese Dinge wären schön, doch sie sind nicht selbstverständlich. Letztendlich liegen diese Dinge in Gottes Hand. Paulus führte über 2 Jahre lang Gespräche mit Felix. Dennoch lesen wir nichts davon, dass Felix umkehrte und anfing, Jesus nachzufolgen. Stattdessen initiierte er diese Treffen in der Hoffnung, Bestechungsgelder zu kassieren.

Hatte Paulus das geahnt? Wusste er, wie sehr er um die Nase geführt wurde? So, wie ich Paulus kenne, sicherlich! Er wusste, wie die Dinge in der Politik liefen. Und dennoch erzählte Paulus über zwei Jahre lang von seinem Glauben (da bin ich mir sehr sicher, selbst wenn es nicht explizit so erwähnt wird). Wie auch in anderen Situationen nutzte er jede Gelegenheit, seinen Glauben zu teilen. Er hatte verstanden, dass es nicht seine Aufgabe war, Menschen zu retten. Seine Aufgabe war es, das Evangelium zu verkünden. Unabhängig vom Ausgang. Den Rest macht Gott. So ist es auch heute noch. Wir teilen den Glauben und Gott wirkt. Und selbst wenn wir das Gefühl haben, dass Gott nicht wirkt, sollten wir dieses Gefühl nicht als Ausrede verwenden, unsere Aufgabe abzugeben. Er wirkt, zweifele nicht daran.