2. Mose
Kapitel 4, Vers 24–31
MOSE SPRICHT MIT AARON
24Als Mose und seine Familie einmal unterwegs übernachteten, fiel der HERR über Mose her und wollte ihn töten. 25Da nahm Zippora rasch einen scharfen Stein, schnitt die Vorhaut am Glied ihres Sohnes ab und berührte damit Moses Füße. Dann sagte sie zu ihm: »Du bist mein Blutsbräutigam!« 26Da verschonte Gott Moses Leben. Zippora hatte Mose »Blutsbräutigam« genannt, weil sie ihren Sohn beschnitten hatte. 27Inzwischen hatte der HERR auch zu Aaron geredet: »Geh Mose entgegen in die Wüste!« Da brach Aaron auf. Er begegnete Mose am Berg Gottes und küsste ihn zur Begrüßung. 28Mose berichtete Aaron, mit welchen Worten der HERR ihn nach Ägypten gesandt hatte, und erzählte ihm von den Wundern, die er tun sollte. 29Gemeinsam zogen sie dann nach Ägypten; dort versammelten sie alle Sippenoberhäupter der Israeliten. 30Aaron teilte ihnen Wort für Wort mit, was der HERR zu Mose gesagt hatte, und Mose tat die Wunder vor aller Augen. 31Die versammelten Israeliten glaubten ihnen. Als sie hörten, dass der HERR ihr Elend gesehen hatte und ihnen helfen wollte, warfen sie sich nieder und beteten ihn an.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Zum ersten Abschnitt der heutigen Bibelstelle gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Meinungen. Sie gehört definitiv zu den eher schwierigen Stellen des Alten Testaments. Feststeht, dass Gott Mose töten wollte und dass die Beschneidung seines Sohnes und die Berührung mit dessen Vorhaut Mose auf mysteriöse Weise davor gerettet hat.
Scheinbar hatte Mose es versäumt, seinen Sohn zu beschneiden, wie es im Bund mit Abraham angeordnet war (1. Buch Mose 17:9-14). Aufgrund jenes Bundesbruches hätte Mose eigentlich eine schwere Strafe treffen müssen. Doch geistesgegenwärtig übernahm Zippora die Pflichten Moses und beschnitt ihren Sohn. Demnach dient dieser Abschnitt vermutlich dazu, dass die Erstleser (das Volk Israel) dazu aufgerufen wurden, sich an die Vorschriften des Bundes zu erinnern und jene auch zu halten.
Kurz darauf folgt ein kurzer Szenenwechsel, in dem Gott sein Wort wahr werden ließ und zeigte, dass Mose tatsächlich auf die Unterstützung seines Bruders Aaron zählen konnte. Von nun an waren die beiden im Doppelpack unterwegs und machten sich auf nach Ägypten. Dort angekommen riefen sie alle Ältesten (quasi Leiter) Israels zusammen und berichteten von Gottes Absicht, sein Volk endlich zu befreien. Das Volk begann zu glauben und gewann neue Hoffnung. Gott hatte ihr Leid tatsächlich gehört! Daraufhin begannen sie ehrfurchtsvoll, diesen lebendigen, barmherzigen und treuen Gott anzubeten.