2. Mose
Kapitel 34, Vers 27–35
DER GLANZ AUF MOSES GESICHT
27Der HERR befahl Mose: »Schreib dir meine Worte genau auf, denn sie sind die Grundlage für den Bund, den ich mit dir und den Israeliten schließe!« 28Vierzig Tage und Nächte blieb Mose auf dem Berg in der Gegenwart des HERRN. Während dieser Zeit aß und trank er nichts. Er schrieb auf die Steintafeln die Zehn Gebote, auf die sich Gottes Bund mit den Israeliten gründete. 29Als Mose mit den beiden Tafeln in der Hand vom Berg Sinai herabstieg, lag ein Glanz auf seinem Gesicht, weil er mit Gott gesprochen hatte; Mose selbst merkte nichts davon. 30Aaron und die anderen Israeliten aber sahen sein leuchtendes Gesicht und fürchteten sich, in seine Nähe zu kommen. 31Doch Mose rief sie zu sich. Da traten Aaron und die führenden Männer des Volkes zu ihm, und Mose redete mit ihnen. 32Danach kamen auch die anderen Israeliten, und Mose gab ihnen alle Gebote weiter, die ihm der HERR auf dem Berg Sinai mitgeteilt hatte. 33Als Mose ihnen alles gesagt hatte, verhüllte er sein Gesicht mit einem Tuch. 34Immer wenn Mose ins Zelt der Begegnung ging, um mit dem HERRN zu reden, nahm er das Tuch ab, bis er das Zelt wieder verließ. Draußen teilte er den Israeliten mit, was ihm der Herr aufgetragen hatte, 35und sie sahen den Glanz auf seinem Gesicht. Dann verhüllte er sich wieder mit dem Tuch, bis er das nächste Mal das Lager verließ, um mit dem Herrn zu reden.
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Weitere Infos →Schon wieder wurden die 10 Gebote aufgeschrieben, was einer Erneuerung des Bundes zwischen Gott und dem Volk gleichkam. Aufgrund von Moses Einsatz ließ sich Gott erneut darauf ein, sich an dieses Volk zu binden und mit ihm eine Bundesbeziehung zu führen.
An diesem Text fällt besonders das strahlende Gesicht des Mose auf. Nach seiner Begegnung mit Gott stieg er den Berg hinab und das Volk fürchtete sich vor seinem stark leuchtenden Gesicht. Es erinnert ein wenig an Kapitel 19, wo das ganze Volk Angst bekommen hatte vor Gottes Gegenwart.
Doch was möchte das Buch Exodus damit deutlich machen? Erstens werden damit die Führungsrolle von Mose und seine Rolle als Vermittler zwischen Gott und dem Volk ausgedrückt. Zweitens bestätigt es die Gegenwart Gottes. Zum Beispiel erinnert das Tuch, welches sich Mose um den Kopf wirft, an den Vorhang zum Allerheiligsten im Zelt der Begegnung, wo Gottes Gegenwart thront. Drittens verweist das starke Leuchten auf die Herrlichkeit und Größe Gottes.
Interessanterweise griff Paulus genau diese Geschichte in 2. Kor 3:7-18 auf, um deutlich zu machen, dass die Herrlichkeit des Neuen Bundes in Jesus viel größer ist als die Herrlichkeit bei Mose. Dies liegt daran, dass das Strahlen von Moses Gesicht nicht lang anhielt, doch Gottes Geist bei den Gläubigen bleibt und nicht verschwindet.