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Impuls

Statusdenken

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

Lukas

Kapitel 14, Vers 7–​14

NICHT DEN EIGENEN VORTEIL SUCHEN

7Als Jesus bemerkte, wie sich die Gäste um die Ehrenplätze drängten, nahm er dies als Beispiel und sagte: 8»Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen wirst, dann begib dich nicht gleich oben auf den besten Platz. Es könnte ja noch jemand eintreffen, der angesehener ist als du. 9Mit ihm würde dann der Gastgeber zu dir kommen und sagen: ›Der Platz war für diesen Mann hier bestimmt!‹ Vor allen Gästen müsstest du dich an das Ende des Tisches begeben. 10Wäre es nicht besser, du setzt dich gleich dorthin? Wenn dich dann der Gastgeber begrüßt, wird er vielleicht zu dir sagen: ›Mein Freund, für dich habe ich einen besseren Platz!‹ Du wirst damit vor allen Gästen geehrt. 11Jeder, der sich selbst ehrt, wird gedemütigt werden; aber wer sich selbst erniedrigt, wird geehrt werden.« 12Dann wandte sich Jesus an seinen Gastgeber: »Zu einem Essen solltest du nicht nur deine Freunde, Geschwister, Verwandten oder die reichen Nachbarn einladen. Sie werden dir danken und dich wieder einladen. Dann hast du deine Belohnung schon gehabt. 13Bitte lieber die Armen, Verkrüppelten, Gelähmten und Blinden an deinen Tisch. 14Dann kannst du dich glücklich schätzen, denn du hast Menschen geholfen, die sich dir nicht erkenntlich zeigen können. Gott wird dich dafür belohnen, wenn er die von den Toten auferweckt, die nach seinem Willen gelebt haben.«

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Vor anderen Menschen gut dastehen – ein Thema, welches den Menschen seit jeher beschäftigt. Unser Ego ist zu groß, als dass es uns völlig egal wäre, wie andere von uns denken. Auch zu Jesu Lebzeiten kämpften die Menschen um Ansehen. Damals waren es große Feiern. Heute ist es Instagram, TikTok oder YouTube. Damals war es der richtige Sitzplatz. Heute ist es der richtige Filter. Damals entpuppte der Gastgeber deinen "wahren Sitzplatz", heute ist es das "Reallife", welches dein wahres Gesicht offenbart. Unbearbeitet, echt und geprägt.

Ich finde es erstaunlich, wie relevant das Gleichnis von Jesus ist, wenn wir es auf unsere heutige Zeit übertragen. Dabei verurteilte Jesus dieses Statusdenken scharf! "Jeder, der sich selbst ehrt, wird gedemütigt werden; aber wer sich selbst erniedrigt, wird geehrt werden." (V. 11)

Wir haben die Tendenz, online ein Leben zu zeigen, welches offline wahrscheinlich niemals existieren wird. Ähnlich wie der stolze Gast setzen wir uns auf den besten Sitzplatz. In der Hoffnung, von anderen im besten Licht gesehen zu werden. Wir faken. Erhöhen uns selbst.

Diese Worte klingen vielleicht hart, doch weshalb sollten wir das verniedlichen, was Jesus hier zum Ausdruck bringen wollte? Er liebt bis heute das echte, demütige und selbstbewusste Herz. Lasst uns aufhören zu faken. Lasst uns ehrlich sein.