Lukas
Kapitel 6, Vers 27–36
LIEBE DEINE FEINDE!
27»Euch aber, die ihr mir wirklich zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassen. 28Bittet Gott um seinen Segen für die Menschen, die euch Böses tun, und betet für alle, die euch beleidigen. 29Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin. Wenn dir einer den Mantel wegnimmt, dann weigere dich nicht, ihm auch noch das Hemd zu geben. 30Gib jedem, der dich um etwas bittet, und fordere nicht zurück, was man dir genommen hat. 31Behandelt die Menschen so, wie ihr von ihnen behandelt werden möchtet. 32Oder wollt ihr etwa noch dafür belohnt werden, dass ihr die Menschen liebt, die euch auch lieben? Das tun selbst die Leute, die von Gott nichts wissen wollen. 33Ist es etwas Besonderes, denen Gutes zu tun, die auch zu euch gut sind? Das können auch Menschen, die Gott ablehnen. 34Und was ist schon dabei, Leuten Geld zu leihen, von denen man genau weiß, dass sie es zurückzahlen? Dazu braucht man nichts von Gott zu wissen. 35Ihr aber sollt eure Feinde lieben und den Menschen Gutes tun. Ihr sollt anderen etwas leihen, ohne es zurückzuerwarten. Dann werdet ihr reich belohnt werden: Ihr werdet Kinder des Höchsten sein. Denn auch er ist gütig zu Undankbaren und Bösen. 36Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist!«
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Weitere Infos →Liebe deine Feinde! Tue denen Gutes, die dich hassen! Segne den, der dich verflucht! Bete für diejenigen, die über dich herziehen oder dich ausgrenzen!
Ganz ehrlich, diese Verse sind nicht leicht zu verdauen. Es wäre schön, wenn wir als Christen genau dafür bekannt wären. Doch in der Realität sieht es oft ganz anders aus. Wie soll man denn auf diese Weise leben? Es fühlt sich so an, als würde Jesus von uns viel zu viel einfordern. Lass uns mal weniger über einzelne Gebote nachdenken wie "Tue dies oder jenes", sondern mehr über eine Haltung.
An diesen Versen können wir erkennen, an welchen Gott wir eigentlich glauben und welcher Lebensstil daraus folgt. Wir glauben an einen Gott, der unverschämt großzügig ist. Jesus hat sich restlos und ohne Kompromisse hingegeben. Doch nicht nur für seine Freunde, bei denen es einfach wäre, sondern gerade auch für seine Feinde und diejenigen, die ihn gehasst haben. Wir dürfen und sollen eine hingebende Haltung einüben, die solche Handlungen zur Folge hat. Deshalb wird dieser Abschnitt im übertragenen Sinn wie folgt abgeschlossen: Verhalte dich so, wie Gott sich verhält (vgl. Lk. 6:36).
Mit diesen Versen stehen wir erneut vor einer grundlegenden Frage: Will ich diesem Jesus nachfolgen und ihm in seiner Haltung mit allen Konsequenzen ähnlicher werden?