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Impuls

"Alles hat sein Opfer"

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

4. Mose

Kapitel 15, Vers 22–​29

Für unbeabsichtigte Vergehen

22Weiter sprach der Herr: »Es kann sein, dass euer Volk aus Versehen gegen meine Gebote verstößt 23und nicht alles beachtet, was ich euch bis heute durch Mose befohlen habe und was ich noch in Zukunft anordnen werde. 24Wenn dies ohne Absicht und unbewusst geschehen ist, soll die ganze Gemeinschaft der Israeliten einen jungen Stier als Brandopfer darbringen, zusammen mit dem vorgeschriebenen Speise- und Trankopfer. Außerdem muss ein Ziegenbock als Sündopfer geschlachtet werden. 25Der Priester soll die Opfer darbringen, um das Volk wieder mit mir zu versöhnen. Dann werde ich euch vergeben, weil ihr meine Gebote nicht absichtlich verletzt habt und weil ihr mir ein Brandopfer und ein Sündopfer dargebracht habt. 26Dem ganzen Volk will ich vergeben, auch den Ausländern unter euch. Denn ihr alle seid Teil einer Gemeinschaft und mitverantwortlich für die Sünden, die das Volk aus Versehen begeht. 27Wenn aber ein einzelner Mensch unabsichtlich meine Gebote übertritt, soll er eine einjährige Ziege als Sündopfer darbringen. 28Der Priester soll dies für ihn tun und so seine Schuld sühnen. Dann werde ich ihm die Sünde vergeben. 29Das gilt auch für die Ausländer, die sich eurem Volk angeschlossen haben: Wenn einer von ihnen unabsichtlich gesündigt hat, soll er das gleiche Opfer darbringen wie ein Einheimischer.«

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Wo Sünde ist (eine Zielverfehlung bzw. ein Abweichen von Gottes ursprünglicher Absicht), dort braucht es eine Konsequenz. Im biblischen Kontext ein Opfer. Etwas musste sterben. Selbst dann, wenn diese Zielverfehlung aus Versehen geschah. Es geht, wenn man das so sagen kann, um ein geistliches Grundgesetz. Wenn du dich jetzt fragst, weshalb wir Christen nicht mehr opfern, gibt es dafür einen grandiosen Grund. Jesus Christus starb als einmaliges Opfer für uns am Kreuz: "Dieses Opfer ist deshalb so kraftvoll, weil Gott selbst sich als Opfer hingab."

Am Kreuz starb nicht nur ein Mensch, sondern Gott selbst (das ist absolut entscheidend). Du merkst schon: Um Jesu Tod am Kreuz wirklich zu verstehen, braucht es auch ein kleines Verständnis dafür, was Opfer sind und was sie tun sollen. Hier haben wir ein ganz konkretes Beispiel dafür, dass das Alte Testament dabei hilft, das Neue Testament besser zu verstehen. Cool, dass wir es gemeinsam lesen!

Was kann das für dich heute bedeuten? Dort, wo das Volk Israel Angst hatte, "aus Versehen" eine Sünde zu begehen, darf heute eine Dankbarkeit in dir triumphieren. Du musst keine Angst vor Gott haben. Die Liebe Gottes hat jede Angst vertrieben (vgl. 1. Johannes 4:18). Für dich gibt es Vergebung. In jeder Situation. Für jede Verfehlung. Durch Jesu Opfer.