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Impuls

Ein Fingerzeig

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

4. Mose

Kapitel 19, Vers 1–​13

Unrein

1Der HERR sprach zu Mose und Aaron: 2»Ich gebe euch jetzt eine besondere Anweisung: Lasst euch von den Israeliten eine junge, rotbraune Kuh bringen, die gesund und ohne Fehler ist und noch kein Joch getragen hat. 3Gebt sie dem Priester Eleasar. Er soll sie vor das Lager führen und dort schlachten lassen. 4Dann soll er seinen Finger in ihr Blut tauchen und es siebenmal in Richtung der Vorderseite des heiligen Zeltes sprengen. 5Die Kuh soll in seiner Gegenwart ganz verbrannt werden, mit Fell, Fleisch, Blut und Eingeweiden. 6In das Feuer wirft der Priester etwas Zedernholz, ein Büschel Ysop und karmesinrote Wolle. 7Danach wäscht er seine Kleidung und seinen Körper mit Wasser. Nun kann er ins Lager zurückkehren, ist aber bis zum Abend unrein. 8Auch der Mann, der die Kuh verbrannt hat, soll seine Kleider und sich selbst mit Wasser waschen. Er ist ebenfalls bis zum Abend unrein. 9Ein anderer Mann, der nicht unrein ist, soll die Asche der Kuh zusammenkehren und an einen reinen Ort außerhalb des Lagers bringen. Dort soll sie aufbewahrt werden. Mit der Asche wird das Reinigungswasser zubereitet, das die Israeliten von Unreinheit befreit. 10Auch der Mann, der die Asche getragen hat, soll seine Kleidung waschen; er ist ebenfalls bis zum Abend unrein. Was ich euch jetzt sage, gilt für alle Zeiten und für alle Menschen in Israel, für die Einheimischen ebenso wie für die Ausländer: 11Wer einen Toten berührt, ist sieben Tage lang unrein, ganz gleich, wer der Verstorbene war. 12Am dritten und siebten Tag soll er sich mit dem Reinigungswasser besprengen lassen, so dass er danach wieder rein ist. Wenn er dies nicht tut, dann ist er nach einer Woche immer noch unrein. 13Da er eine Leiche berührt hat und sich nicht reinigen lässt, beschmutzt er die Wohnung des HERRN. Er hat sein Leben verwirkt und muss aus dem Volk Israel ausgeschlossen werden.

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Bevor die Geschichte vom Volk Israel in der Wüste weiter ihren Lauf nahm, lesen wir in Kapitel 19 noch mal ziemlich detaillierte Anweisungen darüber, wie man sich "rein" zuhalten hatte. Für viele von uns sind insbesondere diese Abschnitte eine echte Wüste auf der "Bibellese-Reise".

Der heutige Abschnitt dreht sich um ein Reinigungswasser, welches aus der Asche einer geopferten Kuh gewonnen werden soll (vgl. V. 9). Dieses Reinigungswasser wiederum sollte einen, nachdem man einen verstorbenen Menschen berührt hatte, wieder "reinmachen" (vgl. V. 12).

Weshalb fällt es uns so schwer, diese Anweisungen nachzuvollziehen? Das hat wahrscheinlich vielerlei Gründe. Einerseits stellt sich die Frage, ob wir wirklich vollumfassend verstanden haben, welche Bedeutung die Begriffe "rein" und "unrein" für die Israeliten damals gespielt haben müssen. Andererseits haben sich Tieropfer und Ähnliches meilenweit von unserer westlichen (ehemals christlich geprägten) Kultur entfernt. Verständlich also, dass wir dabei die Stirn runzeln.

Wir sollten uns deshalb nicht in Details verlieren, sondern das große Bild nicht aus den Augen verlieren. Jedes Opfer im Alten Testament ist im weitesten Sinne ein Fingerzeig hin auf Jesus Christus. Er war das letzte Opfer, das es brauchte, um uns vor Gott rein und heilig zu machen. Für mich sind all die detaillierten Anweisungen im Alten Testament einmal mehr ein Indiz dafür, dass es das perfekte Opfer am Kreuz zu Ostern brauchte.