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Impuls

Gesegnet & vergessen?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Hoffnung

Hosea

Kapitel 10, Vers 1–​10

Die Folgen des Götzendienstes

1Israel war wie ein prächtiger Weinstock mit vielen Früchten. Ja, die Israeliten hatten es gut! Je besser es ihnen ging, desto mehr Altäre bauten sie. Je größer der Wohlstand im Land wurde, desto schöner verzierten sie die heiligen Steinsäulen. 2Doch ihr Herz gehörte nicht mehr dem Herrn. Darum müssen sie nun die Folgen tragen: Der Herr reißt ihre Altäre nieder und zerschlägt ihre heiligen Steinsäulen! 3Bald werden sie sagen: »Wir haben keinen König mehr, weil wir keine Ehrfurcht vor dem HERRN hatten. Doch was könnte ein König jetzt noch für uns tun?« 4Ja, sie haben recht, denn die Könige haben nur leere Reden geschwungen, falsche Eide geschworen und eigenmächtig Bündnisse geschlossen! Im ganzen Land lassen sie das Unrecht wuchern wie giftiges Unkraut im Getreidefeld. 5Die Einwohner von Samaria werden sich Sorgen machen um das goldene Kalb von Bet-Awen. Das Volk wird trauern, und die Götzenpriester werden jammern, wenn es mit all seiner Pracht von dort weggeführt wird. 6Ja, das goldene Kalb wird nach Assyrien gebracht – als Geschenk für seinen mächtigen König. Dann verspottet man die Leute von Ephraim; sie stehen beschämt da, weil sie sich so verrechnet haben. 7Samaria, die Stadt des Königs, wird zerstört, und der König wird von den Feinden weggeführt, so hilflos, wie ein Zweig den Fluss hinuntertreibt. 8Die Opferstätten, wo die Israeliten Sünde um Sünde begingen, werden verwüstet, die Altäre von Dornen und Disteln überwuchert. Wer überlebt, wird sich wünschen, dass die Berge auf ihn herabstürzen und die Hügel ihn unter sich begraben. 9Der Herr sagt: »Seit damals in Gibea ladet ihr immer wieder Schuld auf euch, ihr Israeliten! Bis heute hat sich das nicht geändert. Ihr seid widerspenstig und lehnt euch ständig gegen mich auf, deshalb wird man dort in Gibea Krieg gegen euch führen! 10Ich selbst werde euch zur Rechenschaft ziehen, ich werde fremde Völker zusammenrufen, die euch für eure doppelte Schuld bestrafen!

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Dadurch, dass es den Israeliten gut ging, vergaßen sie Gott. Darüber trauert Gott in dieser Bibelstelle. Sie hängten ihr Herz mehr an das Gute, was sie hatten, an Erfolg und Wohlstand, als an Gott, der ihnen das Gute erst ermöglicht hatte:

"Israel war wie ein prächtiger Weinstock mit vielen Früchten. Ja, die Israeliten hatten es gut! Je besser es ihnen ging, desto mehr Altäre bauten sie. Je größer der Wohlstand im Land wurde, desto schöner verzierten sie die heiligen Steinsäulen. Doch ihr Herz gehörte nicht mehr dem Herrn." [1-2]

Um ehrlich zu sein, geht es doch nicht nur den Israeliten damals so, oder? Bei uns selbst können wir dieses Phänomen bis heute immer wieder erkennen. Das fängt im Kleinen an: Wir beten für etwas. Die Gebetserhörung kommt. Wir erhalten das Gute. Und darüber hinweg vergessen wir Gott. Wir vergessen, wem wir das Gute eigentlich zu verdanken haben. Eine akute und reale Gefahr!

Gott liebt dich und er möchte dich gern mit allem Guten versorgen. Wenn du Gott über deinen aktuellen Wohlstand mehr und mehr vergessen hast, dann hat Gott dich nicht vergessen! Ein Schritt auf ihn zu ist jederzeit möglich.