Galater
Kapitel 3, Vers 19–25
WELCHE AUFGABE HAT DAS GESETZ?
19Was aber soll dann überhaupt das Gesetz? Gott hat es zusätzlich gegeben, damit wir das Ausmaß unserer Sünden erkennen. Dieses Gesetz – von den Engeln durch den Vermittler Mose zu uns gebracht – sollte auch nur so lange gelten, bis der Nachkomme von Abraham da wäre, an dem Gott sein Versprechen erfüllen wollte. 20Bei dieser Zusage war kein Vermittler notwendig, sondern Gott, der Eine, hat selbst zu Abraham gesprochen. 21Soll man nun daraus schließen, dass Gottes Zusagen und das Gesetz einander widersprechen? Auf keinen Fall! Das Gesetz, das Gott uns gegeben hat, kann uns ja schließlich kein neues Leben schenken. Nur dann käme unsere Anerkennung vor Gott tatsächlich durch die Erfüllung des Gesetzes. 22Aber in der Heiligen Schrift heißt es eindeutig, dass wir alle Gefangene der Sünde sind. Gott wollte uns das, was er versprochen hatte, durch den Glauben an Jesus Christus schenken. Nur wer an ihn glaubt, sollte erleben, wie sich Gottes Zusage erfüllt. 23Bevor aber der Glaube kam, waren wir Gefangene der Sünde, vom Gesetz scharf bewacht. Das dauerte so lange, bis die Zeit da war, in der der Glaube an Christus uns befreien sollte. 24-25Bis dahin hatte das Gesetz für uns die Aufgabe eines strengen Erziehers. Seit Christus aber finden wir durch den Glauben Gottes Anerkennung und sind dem Gesetz, diesem strengen Erzieher, nicht mehr unterstellt.
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Weitere Infos →Heute möchte ich dir zusprechen, was Paulus in den Versen 24 und 25 verdeutlicht. "Bis dahin hatte das Gesetz für uns die Aufgabe eines strengen Erziehers. Seit Christus aber finden wir durch den Glauben Gottes Anerkennung und sind dem Gesetz, diesem strengen Erzieher, nicht mehr unterstellt." Das bedeutet nicht, dass es Gott nicht mehr wichtig ist, dass wir uns an seine 10 Gebote halten, sondern diese Verse sollen uns klarmachen, dass es aus rein menschlicher Kraft niemals möglich sein wird, diese Regeln zu 100 % einzuhalten. Gottes Gebote an uns Menschen sind wie ein Gartenzaun, der den allerschönsten Ort, an dem man sich überhaupt befinden kann (Gottes Gegenwart), umrahmt. Ja, es gibt diese Momente, in denen wir alle über den Zaun blicken oder auch sogar klettern. Doch genau diese Momente malen uns wieder vor Augen, wo wir am besten aufgehoben sind - in Gottes Gegenwart. Das Leben in Gottes Gegenwart schenkt Freiheit, vor allem mit Blick auf die Ewigkeit. Wir werden es niemals schaffen, zu 100 % unseres Lebens in diesem wunderbaren Garten zu bleiben und nicht über den Zaun zu klettern. Doch durch Jesu Tod, wodurch er für all unsere Kletteraktionen bezahlt hat, wird Gott jedes Mal am Gartentor stehen und uns die Tür zur Freiheit wieder öffnen.