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Keinen Plan

Anna-Lena Rosevon Anna-Lena Rose
Soziales Leben

Lukas

Kapitel 20, Vers 1–​8

DIE FRAGE NACH DER VOLLMACHT

1An einem dieser Tage lehrte Jesus die Menschen wieder im Tempel und verkündete ihnen die rettende Botschaft. Da traten die obersten Priester, die Schriftgelehrten und die führenden Männer des Volkes an ihn heran 2und stellten ihn zur Rede: »Sag uns: Woher nimmst du dir das Recht, so aufzutreten? Wer hat dir die Vollmacht dazu gegeben?« 3Jesus erwiderte: »Ich will euch eine Gegenfrage stellen. Sagt mir: 4War Johannes der Täufer von Gott beauftragt zu taufen oder nicht?« 5Sie überlegten: »Wenn wir antworten: ›Gott hat ihn gesandt‹, dann wird er fragen: ›Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?‹ 6Wenn wir aber bestreiten, dass Gott ihn gesandt hat, dann steinigt uns das Volk; denn alle sind davon überzeugt, dass Johannes ein Prophet war.« 7So antworteten sie schließlich: »Wir wissen es nicht!« 8Darauf entgegnete Jesus: »Dann sage ich euch auch nicht, wer mir die Vollmacht gegeben hat, all diese Dinge zu tun.«

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In diesem Bibeltext stecken sehr viele Prinzipien und Dinge, die uns Menschen so einiges aufzeigen können. Allerdings ist mir dieses Mal ein ganz besonderer Satz aus diesem Text hängen geblieben: "So antworteten sie schließlich: »Wir wissen es nicht!«" (V. 7) Die Schriftgelehrten geben vor Jesus offen zu, dass sie nicht eindeutig wissen, ob Johannes der Täufer von Gott beauftragt war oder eben nicht. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht so sehr auf den Kontext eingehen, sondern vielmehr auf diese so einfach klingenden Worte "Wir wissen es nicht!". Wie oft geraten wir Menschen in Konflikte, weil wir eigentlich wissen, dass wir etwas nicht wissen? Uns Menschen fällt es oft schwer, zuzugeben, etwas nicht zu wissen. Zumindest geht es mir so.

Ich fänd's cool, wenn wir uns einfach mal ein Beispiel an den Schriftgelehrten nehmen. Denn hier wird deutlich, dass wir selbst vor Jesus, dem Sohn Gottes, zugeben dürfen, etwas nicht zu wissen oder auch einfach Zweifel zu haben. Ich bin davon überzeugt, dass die Schriftgelehrten geahnt haben, dass Jesus nicht einfach nur ein Mensch war. Doch zuzugeben, dass die eigene Theorie oder Annahme nicht die richtige ist, ist ein sehr schwerer Schritt. Lasst uns beginnen, offen und ehrlich zuzugeben, wenn wir wirklich keinen Plan haben.